Postkarte mit Auferstehungsmotiv
Postkarte mit Auferstehungsmotiv

16.04.2017

Osterbotschaft regt zum Nachdenken über das Comeback an Das leere Grab zu Ostern

Musiker haben es geschafft, ebenso Politiker: eine Rückkehr auf die große Bühne. Auch die Auferstehung Jesu ist für manch einen eine Art Comeback.

Christen feiern Ostern die Auferstehung Jesu, die zentrale Botschaft ihres Glaubens. Schauspieler, Musiker oder Politiker können an einem beliebigen Tag des Jahres ein Comeback feiern - was gerne auch schon mal salopp als "Wiederauferstehung" bezeichnet wird.

Man kann schon ins Nachdenken kommen, wenn man eine Postkarte des Internetportals katholisch.de in der Hand hält: "Das erfolgreichste Comeback der Welt" steht darauf. Zu sehen sind ein höhlenartiges Gemäuer und ein zurückgelassenes weißes Leinentuch. Die Karte spielt auf das leere Grab an, in dem vorher der Leichnam Jesu gelegen hatte.

Erzbischof Schick: Auferstehung mehr als ein Comeback

Was aber bedeutet Auferstehung beziehungsweise Comeback heute? Und wie ist es, beide Begriffe in dem flotten Spruch auf der Postkarte zusammen zu denken? Vor zehn Jahren jedenfalls, zum Osterfest 2007, sagte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, die Auferstehung sei mehr als ein Comeback: "Es war keine Rückkehr auf Zeit wie bei Elvis, Napoleon und Henry Maske", sondern ein Sieg für die Menschheit.

Etwa zwei Jahre davor war eine Debatte über eine "Volxbibel" aufgekommen. Der Initiator wollte mit flapsiger Übersetzung Mission betreiben und den Jüngeren die Botschaft in moderner Sprache nahe bringen, wie es damals hieß. Die Auferstehung etwa war "Jesus' fettes Comeback". Der Ansatz war umstritten.

Zum Sieg für die Menschheit, wie Erzbischof Schick es formulierte, notiert der katholische Erwachsenen-Katechismus, "dass am Ende das Leben über den Tod, die Wahrheit über die Lüge, die Gerechtigkeit über das Unrecht, die Liebe über den Hass und selbst über den Tod siegen wird". Der Duden dagegen verzeichnet für Auferstehung auch das Comeback als Synonym.

Dieses wiederum stand erstmals 1961 im Rechtschreibduden, leitet sich ab vom englischen Wort für "zurückkommen" und wird definiert als "Neubeginn einer Karriere durch erfolgreiches Wiederauftreten nach längerer Pause". Und das betrifft nicht nur Menschen, denn zum Beispiel erleben auch die Vinylplatte, der Mettigel und der Kalte Hund einen zweiten Frühling.

Wenn vom politischen Comeback die Rede ist, ist man derzeit schnell beim Ex-Wirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Nach dem Rücktritt 2011 wegen zahlreicher Plagiate in seiner Doktorarbeit tauchte er zuerst in den USA wieder auf, inzwischen wird immer häufiger über eine Rückkehr zum Bundestagswahlkampf diskutiert.

Ein anderer "Wiederkehrer" ist der von Erzbischof Schick ins Spiel gebrachte ehemalige Box-Weltmeister im Halbschwergewicht, Henry Maske, der nach über zehnjähriger Pause 2007 erfolgreich in den Ring stieg und dafür den "Bambi" in der Kategorie "Comeback des Jahres" erhielt. Comedy-Star Gaby Köster kämpfte sich nach einem Schlaganfall 2008 zurück ins Leben; Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton wollte Präsidentin werden und stand über Monate im Rampenlicht - wenn auch am Ende als Verliererin.

Comeback drückt Hoffnung aus

In den meisten Fällen drückt das Comeback Hoffnung aus. So hat der Sozialdienst katholischer Frauen in Köln eine Notschlafstelle für obdachlose Frauen "Comeback" genannt. Man kann darunter einen Ort zum Auftanken verstehen. Auch für Christen ist die Auferstehung mit großer Hoffnung verbunden.

Manches ist, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Kürzlich sprach der Direktor der Zoologischen Staatssammlung München, Gerhard Haszprunar, im "Zeit-Magazin" unter anderem über die Möglichkeit, ausgestorbene Arten "zum Leben zu erwecken" - aus seiner Sicht allerdings viel zu teuer.

Was den Menschen angeht: Während manch einem das Wort Auferstehung einfällt, wenn von "Nahtod-Erfahrungen" die Rede ist, denken andere weiter. Im "Spiegel" sprach der israelische Historiker Yuval Noah Harari jüngst in einem Interview über einen mit gottgleichen Fähigkeiten ausgestatteten "Homo Deus" als eine Art neuer Spezies.

Dabei brachte Harari auch Cyborgs ins Gespräch, also Leben gepaart mit nicht-organischen Apparaten. Bei dieser Vorstellung ist es nicht weit zum "Terminator" aus dem Science-Fiction-Film. Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger kündigt darin mit einem legendären Satz seine Rückkehr an: "I'll be back."

Leticia Witte
(KNA)

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