Erwachsenentaufe
Erwachsenentaufe

05.04.2015

An Ostern werden Erwachsene getauft Geschenk und Auftrag

Die Osternacht ist schon seit vielen Jahrhunderten der klassische Tauftermin der katholischen Kirche. Heutzutage werden in dieser Nacht Erwachsene getauft.

Wenn ein erwachsener Mensch entscheidet, sich taufen zu lassen, dann passiert das in der Regel in der Osternacht. Denn in den Zeiten, als nur Erwachsene getauft wurden, wurde nur einmal im jahr getauft – an Ostern. "Ostern ist der größte und höchste Feiertag der katholischen Kirche", erklärt Irmgard Conin von der katholischen Glaubensinformation "Fides", "wir feiern die Bewegung vom Tod ins Leben und vom Leid in die Freude. Genau diese Bewegung vollziehen auch die Taufbewerber, mit ihrer Taufe wird ihnen das leid, das Böse, das Schwere, das Kreuz zwar nicht genommen, aber in ein neues Leben verwandelt, ihnen wird ein ewiges Leben geschenkt. Das ist so eine wunderbare Verbindung zum Osterfest, das schon in der Urkirche die Erwachsenen in der Osternacht getauft wurden."

Ein neues Leben

Dieses Jahr wurden in der kölner Kirche St. Apostel drei Erwachsene getauft. Die Feier der Erwachsenentaufe ist etwas anders als die von Kindern, denn Taufe, Firmung und Erstkommunion werden in der gleichen Messe gefeiert.

Doch auf zu diesem Tag bereiten sich die Bewerber lange vor: Ein gutes halbes Jahr dauert es, sich als Erwachsener auf die Taufe vorzubereiten. Betreut wird diese Vorbereitung on der Glaubensinformation "Fides" und besteht unter anderem aus Glaubensgesprächen, religiösen Wochenenden und sogenannten Stufenfeiern: "Da bekommen die Bewerber dann wichtige Dokumente des Glaubens überreicht, zum Beispiel das Vater Unser oder das Glaubensbekenntnis", sagt Irmgard Conin.

Die Gründe der Taufbewerber, in die katholische Kirche eintreten zu wollen, sind dabei sehr verschieden, sagt Irmgard Conin: "Das sind oft Menschen, die aus Elternhäusern stammen, wo Glaube und Religion keine Rolle mehr gespielt haben, die sich aber durch einen längeren Weg der Auseinandersetzung ihr Leben auf das Fundament des Glaubens stellen wollen. Einer der Taufbewerber ist aber auch ein Flüchtling aus dem Iran, der konvertiert, auch das ist nicht so selten. Meistens sind es innere Glaubens- und Lebensprozesse, die Menschen dahinführen, ihr Leben auf ein Fundament zu gründen, das mit Gott verbindet."

Eine innere Beziehung schaffen

Der Glaubensinformation ist es dabei wichtig, den Glauben nicht nur zu verkünden, sondern auch zu vermitteln, erklärt Irmgard Conin: "Wichtig ist uns, zum Einen den Glauben der Kirche vorzustellen, damit jemand verstehen kann, was christlich glauben bedeutet und das auch mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen kann. Wichtig ist uns aber auch, dass die Menschen in eine Beziehung zu Gott hineinwachsen, dass sie ein Vertrauen wagen, das es ihnen ermöglicht, ihr Leben aus dieser Verbindung zu verstehen und zu gestalten."

Die festliche Tauffeier dauert etwa zwei Stunden. Doch auch über diesen Tag hinaus bleibt dieser Tag in Erinnerung, so Conin: "Die Taufe ist ein Geschenk und eine Beauftragung. Man bekommt ein neues Leben geschenkt, bekommt aber auch den Auftrag, den christlichen Glauben zu leben."

Christoph Paul Hartmann
(DR)

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