30.03.2013

Weltweit früheste Ostermesse in Jerusalem Feier nach Gebetsplan

Bei sonnigem Wetter haben in Jerusalem die Osterfeierlichkeiten begonnen. Zur Ostervigil in der Grabeskirche versammelten sich am frühen Samstagmorgen Hunderte katholische Christen.

Vor der Kapelle, die nach frühester christlicher Überlieferung als Ort der Auferstehung Jesu gilt, feierte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, die Auferstehungsfeier.

Die katholische Osternacht wird in der Grabeskirche bereits am frühen Samstagmorgen gefeiert gemäß dem "Status Quo", einem Regelwerk aus dem 19. Jahrhundert, das den Gebetsplan der an der Kirche beteiligten sechs Konfessionen festhält. Es dürfte sich deshalb jedes Jahr um die erste Ostermesse auf dem Erdkreis handeln.

Sicherheitskräfte regelten den Pilgerstrom in der Altstadt und vor der Grabeskirche. Zu Zwischenfällen kam es bislang nicht. Das Tourismusministerium rechnet für die Pessach- und Osterfeiertage mit rund 150.000 Touristen in Israel.

In der Nacht setzten sich die Osterfeiern fort. Gruppen und Einzelpilger zogen in Prozessionen durch die Altstadt zur Grabeskirche, wo am Sonntagmorgen die Ostermesse stattfand. Die Polizei gab die Zahl der Gottesdienstteilnehmer mit rund 1.000 an. Zwischenfälle gab es keine. Einsatzkräfte sprachen vom ruhigsten Osterfest seit Jahren.

Der katholische Patriarch Fouad Twal rief Christen aus der ganzen Welt zur Pilgerfahrt ins Heilige Land auf. Dies diene einem "besseren Verstehen der kulturellen, geschichtlichen und geografischen Hintergründe" des eigenen Glaubens. An die internationale Gemeinschaft appellierte er im Blick auf den Palästina-Konflikt, "sich nicht auf Reden und Besuche zu beschränken, sondern konkrete und effektive Entscheidungen zu treffen". Eine "faire und ausgewogene Lösung für die palästinensische Sache" sei der Schlüssel für alle Probleme in einem Nahen Osten, so der Lateinische Patriarch.

Die deutschsprachige lutherische Gemeinde feierte ihren Ostergottesdienst in den frühen Morgenstunden bei der evangelischen Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg. Für den Ostermontag planen verschiedene christliche Gruppen "Emmausmärsche". Sie gehen jenen Weg von Jerusalem zu dem westlich gelegenen Dorf Emmaus nach, auf dem sich Jesus nach biblischer Überlieferung erstmals nach seiner Auferstehung den Jüngern zeigte.

Orthodoxe Osterfeiern Anfang Mai

Ost- und Westkirchen feiern Ostern wegen unterschiedlicher Kalender in diesem Jahr mit fünf Wochen Differenz. In Zypern, Jordanien, Israel und Palästina - mit Ausnahme von Jerusalem und Bethlehem - feiern in diesem Jahr auch alle Katholiken Ostern erst am 5. Mai. Sie folgen damit einer vorläufigen Erlaubnis der vatikanischen Ostkirchenkongregation, die "aus pastoralen Gründen" erteilt wurde.

Die als Höhepunkt der orthodoxen Osterfeiern in Jerusalem geltende Liturgie des Heiligen Feuers wird am 4. Mai gefeiert. Dabei wird die Flamme aus dem Grab Jesu an alle Wartenden in der Kirche und Stadt verteilt.
 

(KNA, DR)

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