Ein Mann fährt mit seinem Fahrrad durch die zerstörte Stadt Duma
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01.07.2018

Papst fordert Frieden für Syrien und weitere Konfliktländer Gebet und Appell, dass dem Volk weiteres Leid erspart wird

Papst Franziskus hat am Sonntag zu friedlichen Lösungen verschiedener Konflikte in der Welt aufgerufen. Konkret nannte das Kirchenoberhaupt dabei Syrien, den Nahen Osten, Nicaragua sowie Äthiopien und Eritrea.

Die Situation in Syrien sei nach wie vor sehr schlimm, besonders in Dar'a wo die jüngsten Militäraktionen auch Schulen und Krankenhäuser getroffen hätten. Infolgedessen werde es tausende neue Flüchtlinge geben, sagte Franziskus nach seinem Angelus-Gebet auf dem Petersplatz an dem laut Vatikan 20.000 Menschen teilnahmen.

"Ich erneuere gemeinsam mit meinen Gebeten auch meinen Appell, dass dem Volk, das schon seit Jahren stark leidet, weiteres Leid erspart wird", rief der Papst zu Frieden in Syrien auf. Ebenso forderte Franziskus eine Einigung in Nicaragua und betonte, er stehe an der Seite aller Menschen guten Willens sowie der Bischöfe des Landes. Diese versuchen bei einem sogenannten "Nationalen Dialog" zwischen den Lagern zu vermitteln. Nicaraguas Kardinal Leopoldo Brenes hatte den Papst erst kurz vor dem Angelus bei einem persönlichen Treffen über die innenpolitische Krise in dem südamerikanischen Land informiert.

Nachdenken und für den Frieden beten

In Nicaragua gibt es seit Wochen Massenproteste gegen die sandinistische Regierung von Daniel Ortega. Seine Gegner fordern deren sofortigen Rücktritt und werfen ihr systematische Gewaltanwendung gegen Demonstranten vor. Papst Franziskus erinnerte mit Blick auf ein ökumenisches Gebetstreffen im süditalienischen Bari kommenden Samstag, zu dem Kirchenvertreter aus dem Nahen Osten eingeladen sind, auch an die dortige Lage der Christen. Viele Christen im Nahen Osten litten weiter. Es gehe darum, über die "ständig dramatische" Situation nachzudenken und für Frieden zu beten, so Franziskus.

Positiv sah das Kirchenoberhaupt hingegen die Entwicklungen in Äthiopien und Eritrea, wo es nach 20 Jahren nun wieder Friedensgespräche gebe. Er hoffe, diese Initiative möge "ein Licht der Hoffnung für diese zwei Länder am Horn von Afrika sein und für den ganzen afrikanischen Kontinent".

(KNA)

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