Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm

22.12.2018

Bedford-Strohm dringt auf neue politische Kultur Kompromissbereitschaft "dramatisch gesunken"

In Zeiten von Fake-News und Hasskommentaren im Internet, dringt der bayerische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm, auf eine neue Form der politischen Kultur in Deutschland. Miteinander statt gegeneinander, so sein Credo.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, sieht Politik und Gesellschaft vor großen Herausforderungen. Die Bereitschaft zum Kompromiss sei "dramatisch gesunken", sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Samstag). Nun komme es darauf an, "dass wir eine politische Kultur entwickeln, die nicht das Aufpeitschen von Emotionen und das Bedienen der eigenen Klientel ins Zentrum stellt, sondern die Suche nach verantwortlicher Zukunftspolitik".

Auf "schrille Botschften" verzichten

Die Politik solle auf "schrille Botschaften" verzichten, mahnte der bayerische Landesbischof. Von den Bürgern wünsche er sich kritische und respektvolle Debatten darüber, "was unser Grundkonsens ist".

Wichtig sei zudem ein entschlosseneres Vorgehen gegen Lügen und Hass im Internet, so Bedford-Strohm. "Es ist besorgniserregend, wenn im Netz ein Video, das verbreitet, die Erde sei eine Scheibe, deutlich häufiger angeklickt wird als das über die wahre Beschaffenheit unseres Planeten. Durch Algorithmen, die für gute Werbeerlöse immer wieder nach oben spülen, was geklickt wird, erscheinen solche Inhalte in der digitalen Welt plötzlich als zentral." Die Verbreitung von Hass durch kleine Gruppen funktioniere ähnlich. Er habe jedoch den Eindruck, "dass immer mehr Menschen dagegen angehen".

"Die Würde des Menschen fördern"

Auch die großen Internet-Konzerne stünden in der Verantwortung. "Ein privater Konzern wie Facebook kann das Kommunikationsverhalten von gegenwärtig 2,3 Milliarden Menschen weltweit mitsteuern", erklärte Bedford-Strohm. "Dass solche Unternehmen niemandem gegenüber demokratisch verantwortlich sind, ist nicht hinnehmbar." Er regte an, für Internet und soziale Netzwerke einen ähnlichen Auftrag institutionell zu verankern wie jenen der öffentlich-rechtlichen Medien: "die Würde des Menschen zu fördern".

(KNA)

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