P. Meyer leitet die Cappella Lacensis bei Aufnahmen für Domradio.de
Kammerchor "Cappella Lacensis" in Maria Laach bei Aufnahmen für das Domradio im Februar 2020
Pater Philipp Meyer OSB, Maria Laach
Pater Philipp Meyer OSB, Maria Laach
Chormikrofone bei Aufnahmen in der Abteikirche Maria Laach
Chormikrofone bei Aufnahmen in der Abteikirche Maria Laach

12.04.2020

Ab Ostern neue Klänge beim Morgen- und Abendgebet im DOMRADIO "Musikalische Verkündigung"

Der Kammerchor "Cappella Lacensis" der Benediktiner-Abtei Maria Laach hat exklusiv für das DOMRADIO Hymnen und Psalmen aufgenommen – dafür traf sich das Ensemble im Februar nachts in der berühmten Abteikirche.

"So und bitte, die Aufnahme lauft!" Wenige Wochen vor der Coronakrise nachts in der Abteikirche Maria Laach: zwanzig junge Sängerinnen und Sänger stehen im nördlichen Querhaus und beginnen mit ihrem glasklaren Gesang, die leere Basilika füllt sich mit wunderbarer Musik. Scheinwerfer strahlen den Kammerchor hell an, in mehreren Abständen stehen zu den Sängern diverse Mikrofone. Die hat zuvor DOMRADIO.DE-Tonmeister Florian Bechte aufgebaut, um den Chor bestmöglich aufzunehmen.

Nur zwei Abende sind für die Aufnahmen vorgesehen, da muss möglichst viel auf Anhieb klappen. Aber mit geistlicher Musik und vor allem den Psalmen kennt sich der Kammerchor mit den jungen Stimmen bestens aus. Leiter Philipp Meyer OSB lebt als Benediktinerpater in Maria Laach und ist entsprechend mit dem Stundengebet - speziell mit dem Singen der Psalmen - vertraut: "Das ist für mich natürlich meine Musik, wenn wir auch in Maria Laach den großen Teil auf Latein singen."

Psalmenaufnahmen für das Morgen- und Abendgebet

Bei den Aufnahmeabenden sind die meisten Gesänge auf Deutsch; Liedsätze, Motetten, Vertonungen des Vaterunsers, des Magnifikats und einige Psalmen stehen auf dem Programm. "Wir haben uns sehr gefreut, als vom DOMRADIO die Anfrage kam", erzählt Pater Philipp. Dem Kantor der Abtei Maria Laach hat die Probenarbeit viel Spaß gemacht: "Mit dem Chor diese geistlichen Texte zu erarbeiten und zu durchdringen, war für mich ein ganz wichtiges Anliegen."

Dafür haben sich Chor und Chorleiter nur drei Tage vor den ersten Aufnahmen getroffen – aber dann wurde konzentriert geprobt, die Noten hatten die Mitglieder vorher zugeschickt bekommen. "Ich glaube, wir haben einen guten Ausgleich zwischen Gesang und Pause und Freizeit hinbekommen, sodass wir die beiden Aufnahmeabende und -nächte gut und konzentriert über die Bühne bringen konnten", sagt Pater Philipp, der in Heidelberg und Köln Kirchenmusik studierte und Assistent beim Kölner Domkapellmeister Eberhard Metternich war.  

Projektchor mit jungen Sängern

Bei der knappen Zeit für die Aufnahmen ist es hilfreich, dass die Sängerinnen und Sänger Musizieren auf hohem Niveau gewöhnt sind – der Projektchor trifft sich regelmäßig im Jahr für Konzerte und Gottesdienste, einige Mitglieder kommen sogar aus Hannover oder Regensburg, um mit ihrem Chorgründer und Leiter Pater Philipp musikalisch zu arbeiten. Viele der Sängerinnen und Sänger haben oder studieren aktuell Musik oder verfügen über entsprechende Chorerfahrung durch das Singen in anderen Ensembles.

Bei den Aufnahmen kommt es auf jedes Detail an, "Mehr Textverständlichkeit" mahnt Pater Philipp wiederholt, regelmäßig kontrolliert der Benediktiner mit der Stimmgabel die Tonhöhe des Chores. Zusammen mit den DOMRADIO-Redakteuren Jan Hendrik Stens und Mathias Peter tüftelt Tonmeister Bechte an der Aufnahmesituation – wieviel Hall ist gut, wie nahe oder wie weit weg sollen die Mikrofone für einen guten Klang platziert werden?

Intensive Aufnahmen in der nächtlichen Klosterbasilika

Nach zwei intensiven Nächten jeweils bis weit nach Mitternacht sind alle Kompositionen dann "im Kasten". Je ein Psalm pro Gebetszeit wird im Domradio zu hören sein, das bedeutet, einem im Morgenimpuls mit Schwester Katharina ab 6 Uhr morgens und den anderem Psalm dann abends beim Nachtgebet mit Weibischof Ansgar Puff um 22 Uhr – je nach Zeit im Kirchenjahr mit entsprechenden Kehrversen. Insgesamt hat die "Cappella Lacensis" 14 Psalmen aufgenommen, überwiegend einstimmig oder auch mit mehrstimmigen Kehrversen. Die ebenfalls aufgenommenen Liedsätze und Motetten werden je nach Bedarf und Anlass im Radio eingesetzt.

Am Ostersonntag sind die Aufnahmen das erste Mal zu hören. Was wünscht Pater Philipp nun den Zuhörern der Psalmen und Hymnen? "Ich hoffe, sie bekommen die Freude am Wort Gottes, die Freude an der musikalischen Verkündigung des Evangeliums vermittelt", sagt der 39jährige: "Und ich glaube, damit sind wir auch ganz auf der Schiene von Papst Franziskus, dem die Evangelisierung ja wirklich am Herzen liegt."

Mathias Peter
(DR)

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