Südafrika-Flaggen
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Domdechant Robert Kleine
Stadtdechant Msgr. Robert Kleine

18.08.2019

Der Kölner Mädchenchor auf Konzertreise durch Südafrika "Da springt ziemlich schnell der Funke über"

Eine "ansteckende Fröhlichkeit und Freude" erlebt der Mädchenchor am Kölner Dom auf seiner Südafrikareise. Der Kölner Domdechant Robert Kleine begleitet den Chor und wünscht sich einen Funken dieser Freude auch in deutschen Gottesdiensten.

DOMRADIO.DE: Sie sitzen gerade im Bus - wo fahren Sie hin?

Monsignore Robert Kleine (Kölner Domdechant): Wir sind unterwegs nach Kapstadt und wir waren in Oudtshoorn, das ist etwas in den Bergen. Dort hatten wir eine tolle Begegnung mit einer Highschool. Jetzt fahren wir weiter nach Kapstadt, sozusagen ans Meer. Das ist auch der letzte Teil der Reise, bevor wir noch nach Stellenbosch fahren und uns die Universität anschauen. Dort gibt es dann auch Workshops: der musikalische Schwerpunkt liegt auf Kapstadt und der Nachbarstadt Stellenbosch.

DOMRADIO.DE: Wie kann man sich Südafrika vorstellen, wie ist die Landschaft, in der Sie sich gerade befinden?

Kleine: Wir fahren gerade durch eine karge Gegend, das ist sozusagen eine kleine Wüste. Und zwar die "Karoo". Ich sehe Berge und dazwischen weite Ebenen. Seit einiger Zeit die ersten Weinstöcke auf den Feldern. Wir nähern uns also der Weinregion Südafrikas.

DOMRADIO.DE: Südafrika ist knapp 3,5 Mal so groß wie Deutschland. Sie reisen viele Kilometer ab, das ist natürlich auch anstrengend. Wie ist denn die Stimmung in der Gruppe?

Kleine: Die ist und war sehr gut. Wir haben einen 60er Bus, also alle 54 Mädchen und die Begleitung passen hier rein. Wir sind viel unterwegs. Zweimal sind wir geflogen, natürlich erstmal nach Südafrika und dann von Johannesburg nach Port Elizabeth an den Indischen Ozean. Seitdem sind wir wieder mit dem Bus unterwegs, der uns die ganze Zeit begleitet. Er hat uns sozusagen eingeholt, während wir mit dem Flugzeug unterwegs waren.

DOMRADIO.DE: Wie kommen Sie und die Mädchen in Kontakt mit den Menschen vor Ort? 

Kleine: Es ist eine unwahrscheinliche Gastfreundschaft in diesem Land. Das werde ich auch mitnehmen nach Deutschland. Man grüßt sich und ist freundlich. Wir sind in den Orten in Jugendherbergen oder auch Hotels untergebracht. Der Chor bedankt sich immer vor der Abreise mit einem Lied. Wenn man da die strahlenden Gesichter und die Begeisterung von den Mitarbeitenden sieht, ist das wunderschön zu sehen. Es werden dann viele Selfies gemacht. Heute morgen haben wir beim Auschecken ein Kompliment bekommen, das wir eine reizende, nette, fröhliche und freundliche Gruppe sind. Wir sind nicht nur musikalisch ganz gute Botschafter unseres Landes.

Das passiert, wenn man sich nicht erhobenen Hauptes als Tourist bedienen lässt, sondern mit den Leuten ins Gespräch kommt – auch und gerade natürlich in der Begegnung mit anderen Jugendlichen. Wir hatten schon viele Treffen mit Highschool-Schülerinnen und Schülern, bei denen miteinander gesungen wurde. Es gab Konzerte und Gottesdienste mit den unterschiedlichen Chören und überall ist eine unwahrscheinliche Gastfreundschaft zu spüren. Es färbt natürlich auch ab und das beschämt und freut uns eigentlich alle.

DOMRADIO.DE: Von Afrikanern hat man das Bild im Kopf, dass sie sehr gerne und viel tanzen und singen. Wie ist Ihr Eindruck?

Kleine: Wenn wir die Konzerte haben und die örtlichen Chöre singen, ist immer etwas auf Afrikaans oder auch in der Tradition der anderen Volksstämme in Südafrika dabei. Da wird sich dann bewegt und nicht nur geklatscht, sondern auch getanzt. Wir haben das auch bei unserem ersten Sonntagsgottesdienst in Pretoria erlebt. Dort hat eine Schola mitgesungen und wir haben den Gottesdienst auch musikalisch mitgestaltet. Es wurde gesungen, geklatscht, sich rhythmisch bewegt und da springt ziemlich schnell der Funke über.

Das ist etwas, was ich mir manchmal auch für unsere Gottesdienste wünsche. Da singt jeder mit, wenn ich in unsere Gottesdienste gucke, ist das nicht immer der Fall. Es nimmt auch nicht jeder ein Gotteslob zur Hand. Hier ist eine ansteckende Fröhlichkeit und Freude zu spüren, es stimmt was der heilige Augustinus gesagt hat: "Wer singt, der betet doppelt". Das spürt man hier sogar dreifach.

DOMRADIO.DE: Was steht denn in Kapstadt konkret auf dem Programm?

Kleine: Wir sind ganz gut in der Zeit. Es sind ungefähr 500 Kilometer, die wir heute im Bus zurücklegen müssen, vom Frühstück bis heute Nachmittag. Wir werden dort unser Quartier für drei Tage beziehen. Um 17 Uhr sind wir in der Kathedrale von Kapstadt, feiern dort die Heilige Messe und anschließend gibt es noch ein Konzert in der Kathedrale. Dann werden wir uns sicherlich erstmal ausruhen.

Morgen steht etwas Spannendes auf dem Programm, wir besuchen den aus Deutschland stammenden Pfarrer Stefan Hippler, der hier ein Aids-Projekt aufgebaut hat. Wichtig war bei der Vorbereitung der Tour, dass wir die unterschiedlichsten auch karitativen und sozialen Bereiche des Landes kennenlernen. Anschließend geht es dann wieder touristisch weiter, wir fahren auf den Tafelberg und hoffen natürlich auf einen wolkenfreien Blick.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

(DR)

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