Turmspitzen des Basler Münsters
Turmspitzen des Basler Münsters
Christusfenster im Basler Münster
Christusfenster im Basler Münster
Blick aus dem Kreuzgang auf die Fassade des Basler Münsters
Blick aus dem Kreuzgang auf die Fassade des Basler Münsters
Innenansicht des Basler Münsters
Innenansicht des Basler Münsters

31.12.2018

Programm mit Ausstellungen, Theater und Festgottesdiensten Jubiläumsfeiern zur Weihe des Basler Münsters vor 1.000 Jahren

Auch wenn der Roche-Tower mehr als doppelt so hoch ist, bleibt das Basler Münster bis heute Wahrzeichen der Stadt am Oberrhein. 2019 wartet auf Besucher ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm.

Basel – die weltoffenste Stadt der Schweiz – dürfte den meisten eher durch ihre Pharmaindustrie oder die High-Society-Kunstmesse Art Basel bekannt sein. Oder durch den berühmtesten Sohn der Stadt, Tennisprofi Roger Federer. Das Basler Münster dagegen, eindrucksvoll über der Altstadt am Rhein gelegen, steht oft ein wenig im Schatten der größeren Nachbarkathedralen in Straßburg oder Freiburg.

2019 indes werden die Basler ihr Münster in besonderer Weise feiern – und werben mit einem abwechslungsreichen Programm um Besucher und Kulturinteressierte: Denn die Vorgängerkirche des heutigen Baus wurde vor 1.000 Jahren, am 11. Oktober 1019, vom Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde von Luxemburg feierlich geweiht. Basel mit damals rund 2.000 Einwohnern war 1006 erbvertraglich ans Heilige Römische Reich deutscher Nation gefallen. Heinrich integrierte die Stadt am Oberrhein rasch in seine Herrschaft und beschenkte die Stadt mit Land und Gütern. Zum Dank ist das Kaiserpaar bis heute in großen Sandsteinfiguren am Hauptportal des Münsters verewigt.

Komplizierte und wechselhafte Baugeschichte

An den Jubiläumsfestivitäten der kommenden Monate beteiligen sich in erster Linie die evangelisch-reformierte Kirche als Hausherrin, aber auch die Stadt sowie Museen und die Universität. Den Auftakt macht ein ökumenischer Gottesdienst am Palmsonntag, dem 11. April. Dann öffnen auch zwei große Ausstellungen: Das Historische Museum der Stadt beschäftigt sich mit den Kirchenschätzen des Münsters. Das Museum Kleines Klingenthal erklärt die komplizierte und wechselhafte Baugeschichte des Gotteshauses. Hier werden auch viele der originalen Fassadenskulpturen des Sandsteinbaus zu erleben sein.

So alt wie das Münster ist das Handwerk der Steinmetze, die die Kathedrale auch für künftige Generationen erhalten. Über das ganze Jubliäumsjahr verteilt wird es Sonderführungen geben. Zudem ist Basel Gastgeber für die Tagung der Europäischen Münsterbauhütten. Auch die Universität beteiligt sich am Festjahr: Geplant sind Tagungen und Vorträge der historischen und der theologischen Fakultäten, wie Jubiläumsorganisator Matthias Zehnder erläutert. Und im September wird es im Kirchenraum Theateraufführungen geben.

Erst spätromanisch, dann gotisch

Laut archäologischen Untersuchungen reicht die erste Besiedlung des Münsterbergs bis in keltische und römische Zeiten zurück. Die Römer schätzten die strategisch wichtige Lage und errichteten hier einen Militärstützpunkt. Nach dem Abzug der Römer im fünften Jahrhundert wurde der Münsterberg im Frühmittelalter zum Bischofssitz. Die erste größere Kirche ließ der Basler Bischof und Reichenauer Abt Haito (um 760-836) erbauen. Von dem karolingischen Bau sind heute nur noch Fundamentreste erhalten.

Das 1.000-Jahr-Jubiläum bezieht sich nun auf das frühromanische Heinrichsmünster, eine dreischiffige Säulenbasilika ohne Fassadentürme. Erhalten blieb nur eine Wand, die heute Teil des nördlichen Münsterturms ist. Der heutige Kirchenbau geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als die Bischofskirche in spätromanischem und dann gotischem Stil neu errichtet wurde.

Reform bis heute

Mit der Reformation – in Basel 1529 – wurde aus der katholischen, Maria geweihten Bischofskirche eine evangelisch-reformierte Pfarrkirche. Die katholischen Domherren flohen ins nahe Freiburg im Breisgau. Bis heute ist das Münster ein evangelisches Gotteshaus. Der katholische Bischof des Bistums Basel – aktuell Felix Gmür – sitzt in Solothurn. Er will den Gottesdienst zur Eröffnung des Jubiläumsjahr mitgestalten.

Erstmals werden Besucher im Jubiläumsjahr die Gelegenheit haben, die Krypta des Münsters mit den Gräbern der frühen Basler Bischöfe zu besichtigen. Ausklingen soll das das Gedenkprogramm mit einem Festakt am 6. November.

Volker Hasenauer
(KNA)

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