Christusstatue über Havanna
Was zeichnet Christsein aus?

28.05.2017

Pfarrfrau schreibt Roman über das Christsein auf Probe Himmel zu vererben

Interessante Romanidee: Eine Familie erhält von ihrer verstorbenen Tante ein millionenschweres Erbe - unter der Bedingung, dass alle ein Jahr lang als Christen leben.

Es ist ein Experiment mit Folgen, das die Pfarrfrau und Theologin Christa Rau in ihrem Roman "Himmel zu vererben" schildert: Eine Familie erhält von ihrer verstorbenen Tante ein beträchtliches Erbe, wenn sie ein Jahr lang als Christen auf Probe leben.

Mit Humor beschreibt die Autorin in dem im Brunnen-Verlag (Gießen) erschienenen Buch, wie die Romanfiguren Alexa, Robert und Sohn Simon sich auf die Herausforderung einlassen und versuchen, christlich zu leben. Am Anfang herrscht Ratlosigkeit: Muss die Familie nun einen Fisch an ihr Auto kleben, jeden Tag eine Andacht lesen und ihr Haus mit Bibelversen dekorieren? Simon schneidet sich die langen Haare und nimmt seine Piercings aus Ohr und Nase, weil er denkt, dass Christen uncool und bieder aussehen müssen. Bewusst spielt die Autorin mit solch christlichen Klischees. Für sie ist "völlig egal, was man anhat, es kommt aufs Herz an".

Keine Affäre mehr

Als der Vater Robert versucht, bewusst als Christ zu leben, wird ihm immer klarer, dass sein Christsein nicht mit der Affäre zusammenpasst, die er mit seiner Sekretärin hat. Auch wenn es ihm schwerfällt, beendet er diese Beziehung und wechselt sogar seinen Arbeitsplatz, um seine Ehe zu retten. Was als ein Experiment begonnen hat, wird zu einem Lebensstil, den die Familie nicht mehr missen will, auch nachdem alle durch ihr Erbe zu Millionären wurden.

Der 53-jährigen Theologin ist es wichtig, den Lesern ein positives Gottesbild zu vermitteln: "Für mich ist Gott kein strenger Vater, dem man gehorchen muss. Gott liebt uns und ein Leben mit ihm ist überhaupt nicht langweilig, sondern man gewinnt dadurch viel." - Vielleicht nicht immer mehrere Millionen Euro wie in "Himmel zu vererben", dafür aber "ein sinnvolles, erfülltes Leben".

Schreiben in schlaflosen Nächten

Der Roman ist nicht das erste Buch der fünffachen Mutter. Sie begann mit dem Schreiben, als ihre ersten drei Kinder klein waren und nachts schlecht schliefen. Ihr Mann war damals chronisch krank und sie am Rande ihrer Kraft. In den unruhigen Nächten setzte sie sich an ihren Computer im Schlafzimmer und schrieb sich eine schönere Welt und die guten Gefühle herbei. Das gab ihr Kraft für den Alltag. Kein Wunder, dass ihr Erstlingswerk "Sommerglut" dem Verlag, der ihn veröffentlichte, fast zu sorgenfrei und positiv war.

Die Pfarrfrau sitzt bereits an ihrem nächsten Roman, der auf einer wahren Geschichte beruht. Auch in diesem Buch soll der christliche Glaube eine Rolle spielen. "Nicht jeder liest gerne theologische Fachbücher. Es ist doch schöner, wenn ich beim Lesen gut unterhalten werde und ganz nebenbei noch etwas über den christlichen Glauben erfahre", sagt die Theologin.

Von Judith Kubitscheck
(epd)

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