Leipziger Buchmesse hat begonnen
Leipziger Buchmesse hat begonnen

23.03.2017

Leipziger Buchmesse eröffnet Themenschwerpunkte Demokratie und Digitalisierung

Mit der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung ist die Leipziger Buchmesse eröffnet worden. Schwerpunktland ist Litauen. Auf der Buchmesse präsentieren sich knapp 2.500 Aussteller aus 43 Ländern.

Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung zur Europäischen Verständigung ging an den französischen Schriftsteller Mathias Énard. Der 45-Jährige erhielt den Preis für seinen Roman "Kompass" über das Verhältnis Europas zur arabischen Welt. Zum Frühjahrstreffen der Branche werden bis Sonntag Zehntausende Besucher erwartet.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) rief in seiner Rede zur Eröffnung dazu auf, europäische Errungenschaften wie Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen. Sie seien hart erarbeitet und nicht selbstverständlich. "Reden wir unser Europa nicht schlecht", ergänzte Tillich, auch wenn der Staatenverbund "keineswegs perfekt" sei.

Freiheit und Demokratie Kernthemen

Preisträger Énard erklärte in seiner Dankesrede, die Menschen vergäßen viel zu häufig, dass der Mittelmeerraum einen äußerst lebendigen und wichtigen Teil der europäischen Geschichte bilde. In seinem Roman "Kompass" habe er deshalb versucht, "von Neuem ein wenig Licht auf den östlichen Teil der Geschichte der europäischen Kultur zu werfen". "Setzen wir der Unbeweglichkeit des Hasses die unendliche Hoffnung auf die Sonne der Erkenntnis entgegen", ergänzte der Schriftsteller.

Zuvor hatten die Veranstalter das Eintreten gegen demokratiefeindliche Strömungen in Europa und auf der Welt zu einem Kernthema der Buchmesse erklärt. Der Druck steige, um Freiheit und Demokratie kämpfen zu müssen, sagte der Direktor der Buchmesse, Oliver Zille, auf der Eröffnungspressekonferenz. Der zum zweiten Mal gestaltete Programmschwerpunkt "Europa 21 - Denkraum für die Gesellschaft von morgen" beschäftige sich daher mit den Auswirkungen auf die Bürger und "wie wir eigentlich Haltung zeigen müssen", ergänzte Zille.

Auf der Buchmesse sind in diesem Frühjahr den Veranstaltern zufolge knapp 250 Aussteller mehr als im vergangenen Jahr vertreten.

Hauptgrund für den Anstieg sei, dass sich die Messe auf den digitalen Wandel eingestellt habe, erklärte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. Dies spiegele unter anderem der Programmpunkt "Neuland 2.0" wider: Hier werden 15 Start-ups unter anderem Ideen zu transmedialem Erzählen vorstellen.

Schwerpunktland Litauen

Das Schwerpunktland Litauen wird demnach auf rund 60 Veranstaltungen Besonderheiten aus Literatur, Kultur und Gesellschaft des baltischen Staates präsentieren. Auf der Manga-Comic-Con kommen auch in diesem Jahr 294 Aussteller aus der Comic- und Anime-Szene zusammen. Zudem erwartet die Buchmesse rund 32.000 Lehrer und Erzieher sowie rund 29.000 Schüler.

Beim traditionellen Lesefest "Leipzig liest!" gestalten von Donnerstag an 3.300 Mitwirkende rund 3.400 Veranstaltungen auf insgesamt 571 Bühnen. "Damit haben wir untermauert, dass wir Europas größtes Lesefest sind", sagte Buhl-Wagner. "Das ist uns wichtig, weil nur so ein großes Publikum wirklich Position beziehen kann für freien Gedankenaustausch."

Um den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse konkurrieren in diesem Jahr 15 Finalisten in drei Kategorien. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert und wird am Donnerstag verliehen. Im vergangenen Jahr zählte die Buchmesse 260.000 Besucher.

(epd)

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