Restauratorin Jehmlich vor Cranach-Gemälde
Restauratorin Jehmlich vor Cranach-Gemälde

14.12.2015

Cranach-Gemälde kehrt in Zerbster Kirche zurück Doch nicht vergessen

Nach mehr als 50 Jahren ist ein Cranach-Gemälde an seinen angestammten Platz in der evangelischen Kirche St. Bartholomäi in Zerbst zurückgekehrt.

Am Montag wurde das Bild "Gnadenstuhl mit den Fürsten Joachim und Wolfgang von Anhalt" enthüllt, wie das Kultusministerium Sachsen-Anhalts in Magdeburg mitteilte. Auf Einladung von Pfarrer Albrecht Lindemann nahm auch Minister Stephan Dorgerloh (SPD) an der Zeremonie teil.

Geschaffen wurde das großformatige Leinwandgemälde laut Ministerium wohl um 1565 von Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586).

Bestimmt war das Werk vermutlich als Altarbild für die Bartholomäuskirche. Es soll sich um einen Auftrag des Fürsten Wolfgang (1492-1566) selbst oder von dessen Neffen gehandelt haben.

In den folgenden Jahrhunderten wurde das Bild mehrfach übermalt.

Vor mehr als 50 Jahren kam es in ein Archiv in Halle und geriet nahezu in Vergessenheit. Zur Landesausstellung "Cranach der Jüngere" wurde das Werk restauriert und in der Teilpräsentation "Cranach in Anhalt - Vom alten zum neuen Glauben" bis 1. November in Dessau-Roßlau gezeigt. Lucas Cranach der Ältere (1472-1553) und sein Sohn gehören zu den wichtigsten Künstlern der Reformationszeit.

(epd)

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