Friedhelm Mennekes SJ
Friedhelm Mennekes SJ

03.06.2013

Pater Mennekes zum Vatikan auf der Biennale "Leicht, hintergründig, genial!"

An der 55. Kunst-Biennale in Venedig nimmt erstmals auch der Vatikan teil. Den Pavillon des Kirchenstaats bereits besucht hat "Kunstpater" Friedhelm Mennekes. Im domradio.de-Interview beschreibt er seine Eindrücke.

domradio.de: Sie nennen die Biennale eine "Sensation", warum?

Mennekes: Zunächst weil es ein Thema gibt, das so überraschend ist wie normal: nämlich die Kunst und die menschlichen Wissensreserven. Die werden mehr oder weniger zusammengestellt, wie wir das normalerweise in einem Lexikon machen. Wenn wir Fragen haben, schlagen wir sie nach. Und die Fragen sind hier nicht aufgeschrieben, sondern verbildlicht. Die ganze Stadt ist nichts als ein anderes Nachschlagewerk.

domradio.de: Zum ersten Mal nimmt der Vatikan an der Biennale teil. Wo hat er seinen Platz für die Kunst gefunden?

Mennekes: In einem etwas schwierigen Viertel: dem ehemaligen Waffenlager der Stadt. Dort hat der Vatikan gleich neben Argentinien - mit einer fragwürdigen Ausstellung - und unterhalb der arabischen Republiken seinen Platz gefunden.

domradio.de: Welche Fragen stellt der Vatikan?

Mennekes: Eigentlich stellt sich der Vatikan mit dem dar, was er hat: als Vertreter des biblischen Wissens und einer großen Religion, die in liturgischer Verehrung und im Bekenntnis mit dieser Art von Wissen engagiert umgeht. Er hilft in einer Zeit, wo die Welt auseinander zu fallen scheint, mit dem was er hat: die Erinnerung an den Anfang. Es ist nicht nur der Anfang der Welt, sondern auch der Anfang als Mythos; dass aus dem Anfang heraus eine Schöpfungskraft gegeben ist und sich bis heute erweist, weil diese Schöpfung weitergeht. Und der Mensch daran erinnert wird, um sich darauf einzulassen.

domradio.de: Mit welcher Kunst tut er das?

Mennekes: Der Vatikan tritt hier relativ demütig und leise auf. Es gibt drei Beiträge in einem Pavillon von vier Räumen, nicht gerade klein. Im ersten Raum gibt es eine Video-Installation. Auf vier Leinwänden stellen vier Künstler mit Worten und Zeichen den Prozess der Schöpfung selbst dar. Und das geschieht so leicht und trotzdem so hintergründig. Mit Blick auf die Besucher der Ausstellung ein genialer Einfall!

Das Gespräch führte Birgitt Schippers.

(dr)

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