Generalversammlung Internationales Kolpingwerk 2017
Generalversammlung Internationales Kolpingwerk 2017
Porträt von Adolph Kolping
Porträt von Adolph Kolping

29.09.2017

Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes in Peru Weichenstellung für die Zukunft

Vertreter aus 43 Ländern haben in Lima ein neues Generalstatut für den weltweiten Sozialverband beschlossen. Inhaltlich will sich Kolping International künftig noch stärker für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzen.

Vom 25. bis 28. September 2017 fand in der peruanischen Hauptstadt Lima die diesjährige Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes statt. Rund 200 Delegierte aus 43 Ländern weltweit kamen zusammen, um zukünftige Arbeitsinhalte des weltweiten Verbandes zu diskutieren und zu entscheiden. Die Generalversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des katholischen Sozialverbandes.

Im Zentrum der Tagung stand der Abschluss eines bereits 2012 begonnenen Reformprozesses: Mit einem neuen Selbstverständnis und der Überarbeitung des Generalstatuts will das Internationale Kolpingwerk die Weichen für die Zukunft stellen. Um weiterhin attraktiv für die Mitglieder zu sein, wolle man sich ein modernes Gesicht mit neuen Strukturen, Vernetzungsformen und Kommunikationswegen geben, hieß es bei Kolping. So stärkt das neue Generalstatut beispielsweise die Rolle der Laien im Verband: Die Geistliche Leitung einer Kolpingsfamilie ist nicht mehr ausschließlich einem katholischen Priester vorbehalten. Künftig können auch Laien und Frauen das Amt des Präses übernehmen.

Ökologische Verantwortung

Inhaltlich will sich der Verband künftig intensiver um ökologische Themen kümmern. Daher stand auch die Auseinandersetzung mit der Enzyklika "Laudato si" auf dem Programm der Generalversammlung. "Franziskus hat mit dieser Schrift direkt ins Herz des Kolpingwerkes getroffen", so Markus Demele, Generalsekretär von Kolping International, "unsere weltweiten Projekte verfolgen stets das Ziel, Menschen am Rande der Gesellschaft eine Heimat zu geben. In Europa geschieht dies zum Beispiel durch Projekte des Jugendwohnens, in Lateinamerika durch Berufsbildung und in Afrika durch die Förderung ländlicher Entwicklung."

Armutsbekämpfung ist ein zentraler Aspekt in der Enzyklika "Laudato si", der Apell, dies nicht auf Kosten der Umwelt und der kommenden Generationen zu machen, der andere. "Dieser päpstliche Impuls zu mehr Nachhaltigkeit, die Sorge um das gemeinsame Haus, soll bei Kolping International und in den Nationalverbänden künftig noch stärker Berücksichtigung finden", versicherte Demele.

"Das gemeinsame Haus schützen"

Daher wolle man in den kommenden Jahren stärker darauf achten, dass die eigenen Projekte nicht nur wirtschaftlich und sozial nachhaltig, sondern auch ökologisch seien, so der Generalsekretär. Als Beispiel führte er landwirtschaftliche Anbaumethoden an, die ohne Kunstdünger auskommen: "Viele unserer Bauern in Afrika verwenden bereits sehr erfolgreich Bio-Dünger aus Ziegendung, den sie selbst herstellen. Doch die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden ist nur ein Aspekt von vielen. Jeder einzelne Kolping-Nationalverband wird konkret schauen, durch welche Form der Projektarbeit er in seinem Umfeld dazu beitragen kann, unser gemeinsames Haus, unsere Welt, zu schützen."

Erfreut zeigte sich Demele in Lima über "Enthusiasmus und Tatkraft", mit denen die Delegierten nachhaltigeres Handeln in ihren Ländern umsetzen wollten: "Wir hatten ein herrliches Sprachengewirr: Inder und Latinos, dazwischen Europäer und Afrikaner. Aber es war eine große Harmonie, weil alle spürten, dass man die gemeinsamen Werte teilt, ein gemeinsames Verständnis von dem hat, was man in dieser Welt verändern möchte." Das mache Hoffnung darauf, dass man gemeinsam "etwas Großes" erreichen könne, so der Generalsekretär.

Kolping International ist ein katholischer Sozialverband mit rund 400.000 Mitgliedern in 62 Ländern, der von der Lehre des Priesters und Sozialreformers Adolph Kolping (1813-1865) inspiriert ist. Mithilfe einer eigenen Fachorganisation für Entwicklungszusammenarbeit, dem Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes, trägt der Verband seit 1968 weltweit dazu bei, Armut zu überwinden. Förderung der beruflichen Bildung, in der Landwirtschaft und bei Existenzgründungen sollen Menschen in die Lage versetzen, ihre Situation selbst positiv zu verändern.

Ina Rottscheidt
(DR)

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