Gerüstabbau am Kölner Dom
Gerüstabbau am Kölner Dom
Ein großer Kran für den Gerüstabbau am Kölner Dom
Ein großer Kran für den Gerüstabbau am Kölner Dom
Die Spitzen des Kölner Doms
Die Spitzen des Kölner Doms
Peter Füssenich, Kölner Dombaumeister
Peter Füssenich, Kölner Dombaumeister

04.10.2021

Gerüst am Nordturm des Kölner Doms wird abgenommen Mal wieder ein freier Blick auf die Türme

"Wenn der Dom fertig wird, geht die Welt unter". So sagt der Volksmund. Muss man sich deshalb Gedanken machen, wenn ab diesem Dienstag das Baugerüst am Nordturm entfernt wird? Dombaumeister Peter Füssenich winkt ab.

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DOMRADIO.DE: Fast zehn Jahre war es am Dom angebracht, hat Halt geboten für die Kathedrale, aber auch für die Menschen, die an ihr gearbeitet haben. Jetzt wird das Gerüst am Nordturm des Kölner Doms entfernt. Wir müssen aber keine Angst haben, dass der Dom in sich zusammenfällt, wenn das Gerüst am Dienstag entfernt wird, oder?

Peter Füssenich (Kölner Dombaumeister): Nein, keine Sorge. Das Gerüst war bisher nur angeklammert. Das hat die letzten fast zehn Jahre so am Kölner Dom ganz gut gehalten und der Dom wird auch ohne halten.

DOMRADIO.DE: Ein erster großer Kran ist am Montag schon vorgefahren und bereitet das vor, was dann am Dienstag geschehen wird. Was denn genau?

Füssenich: Seit Montag laufen die Aufbauarbeiten für die Gerüstabnahme. Ein sehr großer Kran, 124 Meter wird der Ausleger hoch sein, wird das Gerüst abnehmen. In den letzten Wochen und Monaten haben die Gerüstbauer der Kölner Dombauhütte viel geleistet. Mehr als 20 Tonnen Gerüstbaumaterial wurden aus dem Hängegerüst entfernt und es ist damit entkernt. Jetzt verbleiben nur noch die beiden Seitenteile und die oberste Plattform, an der es aufgehangen war. Die werden nun mit dem Kran abgenommen.

DOMRADIO.DE: Wie sieht der Zeitplan dafür aus? Das Wetter muss auch mitspielen, oder?

Füssenich: Das ist das, was ich jetzt noch zu tun habe, denn alle anderen Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ich werde nämlich noch eine Kerze im Dom aufstellen, damit Petrus ein Einsehen hat, dass wir gutes Wetter haben und vor allem Windstille herrscht.

DOMRADIO.DE: Was haben die Arbeiter in den vergangenen zehn Jahren am Nordturm genau gemacht?

Füssenich: Das ist ja das dritte große Hängegerüst, 30 Meter hoch am Kölner Dom an der Nordwestecke des Nordturmes angebracht. In den letzten zehn Jahren haben wir viele Maßnahmen dort durchgeführt. Zum einen waren das immer noch die Reparaturen von Kriegs- oder Witterungsschäden.

Ganz wesentlich waren aber die Arbeiten des Austausches der Bewährungseisen, das sind die Anker, die sich innerhalb dieser Fialen, also der ganzen Türmchen am Dom, befinden. Die sind nämlich im 19. Jahrhundert aus Eisen gebaut worden und führen durch Rostereignisse zu Sprengungen am Stein. Das wollen wir nicht. Deshalb tauschen wir diese Eisen gegen Edelstahl aus. Das war eine der vorrangigen Arbeiten der letzten Jahre.

DOMRADIO.DE: Dann gibt es mal kein Gerüst an den Türmen des Kölner Doms?

Füssenich: Also man wird immer Gerüste am Kölner Dom sehen, das bedeutet ja, dass er erhalten wird und das ist ein gutes Zeichen. Aber im Bereich der Westfassade zumindest ist innerhalb des kommenden Jahres bis ins Jahr 2023 hinein kein Gerüst zu sehen. Die vielen Touristinnen und Touristen können den Dom, die Westfassade, mal wieder gerüstfrei fotografieren.

DOMRADIO.DE: Schauen wir noch mal kurz in die Zukunft. Sind denn in naher Zukunft wieder Bauarbeiten an den Türmen geplant oder bleiben die dann tatsächlich jetzt erst mal frei?

Füssenich: Wer mal auf den Dom schaut, sieht, dass da an den Ecken noch einige Aufbauten fehlen. Wir werden noch im kommenden Jahr die Aufbauten für die Eckfialen in den Türmen am Nordturm vorbereiten, aber das eben ohne großes Gerüst hinbekommen. Also gebaut wird am Kölner Dom immer.

DOMRADIO.DE: Am Dienstag wird das Gerüst abgebaut. Auf der Domplatte darf sich dann auch niemand aufhalten in diesem Zeitraum, oder?

Füssenich: Ja, genau. Die Domplatte und zeitweise auch die Trankgasse werden großräumig abgesperrt. Auch der Roncalliplatz wird abgesperrt, weil dort das Gerüst dann hintransportiert wird und in den kommenden Wochen von den Mitarbeitenden der Dombauhütte auseinander gebaut wird.

Das Interview führte Carsten Döpp.

(DR)

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