Riesenei vor dem Dom
Riesenei vor dem Dom

12.01.2021

Stadt Köln erteilt Künstlerin Absage Kein Ei vorm Dom

Ein 30 Meter hohes Ei aus Kalksandstein sollte die Domplatte zieren, wenn es nach einer Künstlerin aus Westfalen geht. Ein Mahnmal in Erinnerung an die Silvesternacht 2015/16. Die Stadt Köln erteilt der Aktion nun eine Absage.

Ein solches Vorgehen sei nicht zu realisieren, schreibt die Presseabteilung der Stadt Köln auf DOMRADIO.DE-Anfrage. Dafür gebe es nicht nur rechtliche, sondern auch ganz praktische Gründe. Die "Domplatte", also der Bereich vor dem Hauptportal der Kathedrale, sei "tabu für alles, was nicht mit dem Dom zu tun hat." Das sei eine andere Regelung als beim Roncalliplatz, der südlich an die Kirche grenzt. Dort finden unter anderem der Weihnachtsmarkt, aber auch große Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Für diesen und andere Plätze in der Stadt Köln gebe es Sondernutzungskonzepte, für die "Domplatte" nicht.

Die Übergriffe der Silvesternacht haben zwar in räumlicher Nähe zum Kölner Dom stattgefunden, dies stelle laut Stadt Köln aber keinen Bezug zur "Kirche Kölner Dom" dar, und begründet deshalb keine Ausnahme der geltenden Nutzungsregeln. Zudem ist der Dom UNESCO-Weltkulturerbe, weshalb die Stadt nur in absoluten Ausnahmefällen eine Nutzung der Domplatte gestatte.

Praktisch nicht umsetzbar

Zudem gebe es auch ganz praktische Gründe, die gegen das Projekt sprechen, so die Mitteilung der Stadt Köln. Da unter der Domplatte ein Parkhaus liegt, würde die Platte gar nicht das Gewicht eines solchen Kunstwerks aushalten. Darüber hatte bereits die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Die Idee des 30 Meter-Eis kommt von der aus Westfalen stammenden Künstlerin Birgitt E. Morrien, die sonst als Beraterin und Autorin arbeitet. Ein solches Ei aus Kalksandstein wäre ein Symbol der Weiblichkeit, Hoffnung und Zukunft. Bis jetzt habe die Aktion große Aufmerksamkeit erregt, deshalb gehe die Künstlerin davon aus, dass sich genügend Finanzierer für die Umsetzung des Projekts finden würden.

Der Stadt Köln würden laut Morrien keine Kosten anfallen, da sie das Ei als Schenkung an die Stadt betrachte. Auch hier widerspricht die Stadtverwaltung: "Eine Schenkung muss von der zuständigen Bezirksvertretung beziehungsweise dem Rat angenommen werden. Hierzu bedarf es eines entsprechenden Beschlusses.

Kein Antrag eingegangen

Anscheinend sind die Planungen von Seiten der Künstlerin aber noch nicht wirklich weit gediehen. Wie die Pressestelle gegenüber DOMRADIO.DE mitteilte, liege dem Amt für öffentliche Ordnung kein Antrag oder Anliegen für eine solche Sondernutzung vor.

In der Silvesternacht vor fünf Jahren hatte sich vor dem Kölner Dom eine Menschenmenge gebildet, aus der heraus zahlreiche Frauen sexuell angegriffen und beraubt worden waren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln stammte ein Großteil der Beschuldigten aus Algerien und Marokko.

Renardo Schlegelmilch

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