Msgr. Markus Bosbach im Kölner Dom
Msgr. Markus Bosbach im Kölner Dom

01.12.2018

Msgr. Bosbach wird Kölner Domkapitular "Es erfüllt mich mit Freude und Stolz"

Schon als Kind war Msgr. Markus Bosbach vom Kölner Dom fasziniert – nun wird er in das Domkapitel aufgenommen. Für ihn als Kölner sei diese neue Aufgabe das Größte, sagte er im DOMRADIO.DE-Interview.

DOMRADIO.DE: Herzlichen Glückwunsch! Freuen Sie sich darüber sich jetzt nochmal mehr für den Dom zu engagieren?

Msgr. Markus Bosbach (Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln): Ja, ich freue mich wirklich. Für jemanden, der in Köln lebt, ist es das Größte, irgendetwas mit dem Dom zu tun haben zu dürfen. Und wenn das jetzt Teil meiner Existenz wird, auch für den Dom Sorge zu tragen, dann ist das etwas, was mich mit Freude und Stolz erfüllt.

DOMRADIO.DE: Was macht diese Faszination für den Dom aus – können Sie das erklären?

Msgr. Bosbach: Der Kölner Dom ist einzigartig. Das muss man den Kölnern natürlich nicht sagen, aber vielleicht noch allen anderen Hörerinnen und Hörern. Das ist ein so großartiges Gebäude – als Gotteshaus, als Ort der Kultur, als Sehenswürdigkeit, als Identitätspunkt für unsere Stadt und unser Erzbistum. Für mich gibt es da, wenn ich an Kirchengebäude denke, erst mal nicht viel anderes als unseren Dom.

DOMRADIO. DE: Das war bei Ihnen von Kindesbeinen an schon so, oder?

Msgr. Bosbach: Eine meiner ältesten Erinnerungen kam jetzt wieder hoch: Ich habe als Kind ein Puzzle vom Kölner Dom bekommen. Und anders als sonst bei Puzzles, wo ich keine Geduld hatte, sie fertigzupuzzlen, hab ich das vom Kölner Dom doch fertig gemacht, weil mich dieses riesige Gebäude über dem Rheinpanorama – das war so der Blick von der Severinsbrücke – mich unendlich fasziniert hat. Das Puzzle hatte ich auf eine Platte geklebt. Im Lauf der Jahre ist es irgendwann verschwunden, aber in der Erinnerung ist es jetzt wieder aufgetaucht.

DOMRADIO.DE: Das Domkapitel ist ja das Leitungsgremium des Doms. Welche konkreten Aufgaben hat man, wenn man dort Mitglied ist?

Msgr. Bosbach: Zunächst einmal die gemeinschaftliche Sorge für den Dom, für die Mitarbeitenden dort, für den Gottesdienst – dafür, dass der Dom lebt und nicht nur ein Gebäude aus toten Steinen ist. Da übernimmt jeder Domkapitular unterschiedlich intensiv Aufgaben. Viele haben ja noch andere Haupttätigkeiten daneben, so ist das bei mir auch. Ich habe noch einen Job im Generalvikariat für unser ganzes Erzbistum. Da kann ich natürlich nicht so viel Zeit da reinstecken, wie beispielsweise unser Dompropst, der ja dieses Domkapitel leitet und den Dom nach außen vertritt. Ich versuche, nach meinen Kräften zu helfen, auch mitzuberaten in den monatlichen Sitzungen des Domkapitels und natürlich zur Verfügung zu stehen für die Gottesdienste, für die Beichtzeiten, für all das, wo wir als Priester im Dom gebraucht werden.

DOMRADIO.DE: Eine wichtige Aufgabe eines Domkapitulars ist es ja, die Liturgie in der Bischofskirche zu organisieren und für eine würdige Durchführung von feierlichen Gottesdiensten zu sorgen. Wo genau sehen Sie da Ihren persönlichen Platz?

Msgr. Bosbach: Die Liturgie hat mir immer Freude gemacht und die Liturgie im Kölner Dom soll ja, so sagt man etwas feierlich-pathetisch, normativ sein für die Liturgie, wie sie im ganzen Erzbistum gefeiert wird. Sie soll einen mustergültigen Charakter haben. Das ist ja immer wieder eine neue Herausforderung für alle. Mir ist da wichtig, dass viele gut zusammenwirken: die Dommusik, die Domküster, die Domministranten und natürlich wir, die wir dann als Priester auch dort in den Liturgien mitwirken und ihnen vorstehen. Damit wir wirklich gemeinsam zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen was Gutes und Würdiges dort feiern können.

Das Interview führte Verena Tröster

(DR)

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