Domtürme aus Streichhölzern
Domtürme aus Streichhölzern
Ein "Reise-Modell" aus vielen Einzelteilen
Ein "Reise-Modell" aus vielen Einzelteilen
Restauratorin Andrea Habel-Schablitzky
Restauratorin Andrea Habel-Schablitzky

23.02.2016

Museum präsentiert Streichholzmodell des Kölner Doms Verleimtes Weltkulturerbe

Mit einem Dommodell aus rund zweieinhalb Millionen verleimten Streichhölzern hat sich ein Student in den 1920er sein Studium finanziert. Jetzt versucht das Kölner Stadtmuseum das Werk zu reparieren.

Ein fast 100 Jahre altes Streichholzmodell des Kölner Doms hat das Stadtmuseum in seinem Depot in Hürth vorgestellt. Das im Dezember 2014 in einem Keller im österreichischen Sankt Pölten aufgetauchte Kunstwerk wurde inzwischen von Schädlingsbefall und Feuchtigkeit befreit, wie Museumsdirektor Mario Kramp am Dienstag mitteilte.

Das nur zu 50 bis 60 Prozent vorhandene und noch restaurierungsbedürftige Modell hatte in den 1920er Jahren ein westfälischer Student aus rund zweieinhalb Millionen verleimten Streichhölzern hergestellt.

Viele Originalteile fehlen

Viele Einzelteile wie beide Turmhelme, Strebwerk, Fassadenelemente, zahlreiche Türme und eine Kreuzblume sind erhalten. Versuchsweise hat die Leiterin der Restaurierungswerkstätten, Andrea Habel-Schablitzky, Bauteile gefestigt und in einen ausstellungsfähigen Zustand gebracht. "Um das ganze Modell wieder zusammenzubauen, fehlen zu viele Originalteile."

Kramp, der wissenschaftliche Mitarbeiter Sascha Pries und Habel-Schablitzky gehen davon aus, dass sich das 2,70 Meter hohe und 3 Meter lange Modell künftig teilweise oder mit Ergänzungen ausstellen lasse. "Es ist viel spannender, Teile zu zeigen, als das ganze Modell. Das Besondere ist seine Geschichte", so Kramp. Denn das Streichholzmodell sei von Anfang an wahrscheinlich als "Reise-Modell" konzipiert worden, um es schnell auseinanderbauen und verpacken zu können.

Modell sollte Studium finanzieren

Hans Swoboda (1909-2005) habe mit den Arbeiten noch als arbeitsloser Jugendlicher begonnen. Er habe für die Bastelarbeit viereinhalb Jahre gebraucht, erläuterte Pries. Mit dem Modell sei er auf Tour durch Deutschland und die USA gegangen, um sich sein Studium zu finanzieren. Wie und warum das Modell nach Österreich gelangte, sei unklar. Nach Abschluss der Tour habe Swoboda die Arbeit jemandem übergeben, die diese in Süddeutschland habe zeigen wollen.

Derzeit wird laut Museum geprüft, wie aufwändig die Restaurierung des Modells ist und welche Kosten dabei entstehen. Die Arbeit nehme schätzungsweise noch mindestens eineinhalb Jahre in Anspruch. Danach könne man sich über eine Präsentation Gedanken machen. 

(KNA)

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