Kommunionkinder
Kommunionkinder

11.04.2021

Woher der Weiße Sonntag seinen Namen hat "Wie neugeborene Kinder"

Am "Weißen Sonntag" gehen traditionell in vielen Pfarreien Kinder zur Erstkommunion. Das ist aber nicht der Grund, warum der Weiße Sonntag so heißt. Der Ursprung liegt nicht in der Eucharistie, sondern einem anderen Sakrament.

Woher hat der Weiße Sonntag seinen Namen? Mit den weißen Kleidern der Erstkommunionkinder, wie man vermuten könnte, hat er nur bedingt etwas zu tun.

Taufe in der Osternacht

Vermutlich liegt der Ursprung darin, dass in der frühen Kirche die Taufbewerber immer in der Osternacht getauft wurden. Als Zeichen der Taufe, genauer der Freude und der Reinheit, trugen sie weiße Gewänder. Etwa ab dem 7. Jahrhundert wurden diese Gewänder dann eine ganze Woche getragen – eben bis zum Sonntag nach Ostern.

Nach den Worten des Introitus, des gregorianischen Einzugsgesanges, wurde der Sonntag früher auch als Sonntag "Quasimodogeniti" bezeichnet. Denn im lateinischen Text werden die Neugetauften mit neugeborenen Kindern verglichen.

Ursprünglich wurde allerdings ein anderer Sonntag als "Weißer Sonntag" bezeichnet – nämlich der erste Fastensonntag. An diesem Tag zogen in Rom die Täuflinge erstmals in weißen Taufkleidern in die Kirche ein. Erst später setzte sich diese Bezeichnung dann für den ersten Sonntag nach Ostern durch.

Und der Zusammenhang zur Erstkommunion?

Der Zusammenhang zur Erstkommunion liegt darin, dass es früher üblich war, die Erstkommunion – und auch die Firmung – direkt nach der Taufe zu erhalten. Noch heute folgen Firmung und Erstkommunion noch im gleichen Gottesdienst, wenn Erwachsene in der Osternacht getauft werden. Erst als sich nach und nach die Säuglingstaufe durchsetzte, löste sich diese Einheit auf und die Erstkommunion wurde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Aber dass dieser Weiße Sonntag mit der Taufe zusammenhängt, war trotzdem klar, und eben weil Taufe und Kommunion eigentlich zusammengehören, ist der Weiße Sonntag als Termin für die Erstkommunion etwa ab dem 17. Jahrhundert immer beliebter geworden.

"Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit"

Der Weiße Sonntag wird auch "Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit" genannt. Das hat aber nichts mehr mit der Erstkommunion zu tun. Vielmehr führte Papst Johannes Paul II. diese Bezeichnung im Jahr 2000 ein – auf Wunsch der Ordensfrau Maria Faustyna Kowalska, die er am Weißen Sonntag des Jahres heiliggesprochen hatte.

Hannah Krewer
(DR)

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