Kirche will ihre Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur neu aufstellen
Was jährt sich in 2018?

30.12.2017

Gedenkjahr 2018 im Zeichen von Krieg und Kriegsgeschrei Was jährt sich in 2018?

Helden und Schurken, Geburtstage und Todestage: Auch 2018 wird an viele wichtige Ereignisse der Geschichte erinnert. Ganz im Vordergrund: der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges und das Ende des Ersten Weltkriegs.

"Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen / Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei..." Kaum ein Jahr passt so gut zu der berühmten Zeile aus Goethes "Faust" wie 2018. Prägende Kriegsereignisse der deutschen und europäischen Geschichte jähren sich. TV-Dokus und dicke Wälzer in den Buchhandlungen kündigen sie schon heute an: den 400. Jahrestag des Beginns des verheerenden Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) am 30. Mai; am 9. November vor 100 Jahren die Abdankung Kaiser Wilhelms II. und zwei Tage später das Ende des Ersten Weltkriegs, am 2. Februar vor 75 Jahren die Kapitulation von Stalingrad und das Scheitern des Afrika-Feldzugs der Wehrmacht am 13. Mai 1943.

Der völligen Niederlage Deutschlands und Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg folgten im Spätherbst 1918 die Ausrufung der deutschen Republik und das Ende der Habsburger-Monarchie. Schon am 28. Oktober 1918 entstand aus der Erbmasse des österreichischen Kaiserreichs die Tschechoslowakei. Am 12. November 1918 gründete sich die Republik Österreich.

Israel wird 70

Auch das Kriegsjahr 1943 sorgt für weitere Gedenktage: Nach Stalingrad forderte Reichspropagandaminister Joseph Goebbels am 18. Februar 1943 den "totalen Krieg". Für die "Weiße Rose" war Stalingrad der Anlass, noch einmal zum Widerstand gegen das NS-Regime aufzurufen. Bei der Verteilung dieses Flugblatts wurden die Geschwister Scholl am 18. Februar 1943 verhaftet. Am 22. Februar wurden sie zusammen mit Christoph Probst hingerichtet.

Seinen 70. Geburtstag feiert 2018 der Staat Israel. Am 14. Mai 1948 verlas David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Noch in der selben Nacht erklärten die arabischen Nachbarn dem jungen Staat den Krieg.

 

Historisch interessierte Bürger werden 2018 auch am Schlüsseljahr 1968 nicht vorbei kommen. Mit den Pariser Mai-Unruhen erreichte die Studentenrevolte in Frankreich ihren Höhepunkt. In Deutschland kam es am 18. Februar bei Anti-Vietnam-Demonstrationen in West-Berlin erstmals zu Ausschreitungen. Am 11. April veränderten drei Schüsse auf Studentenführer Rudi Dutschke die Republik; es folgten die Osterunruhen mit Straßenschlachten in Westberlin. Als am 21. August 1968 Ostblocktruppen in die CSSR einmarschierten, waren die Träume vom Prager Frühling und vom Sozialismus mit menschlichem Antlitz ausgeträumt.

Mao und Marx werden geboren

Viel Druckerschwärze wird 2018 auch die Geschichte des Kommunismus fordern: Am 5. Mai vor 200 Jahren wurde Gründervater Karl Marx geboren, dessen Kapitalismus-Kritik derzeit eine Renaissance erfährt.

Am 26. Dezember 1893, vor 125 Jahren, wurde Mao Zedong geboren. Ein Opfer des Kommunismus wurde der letzte russische Zar Nikolaus II.: Am 18. Mai vor 150 Jahren wurde er geboren; am 17. Juli vor 100 Jahren wurde er von den Bolschewisten ermordet.

Mandela und Schmidt werden 100

Ihren 100. Geburtstag hätten  Südafrikas erster schwarzer Präsident Nelson Mandela am 18. Juli und Deutschlands fünfter Bundeskanzler Helmut Schmidt am 23. Dezember gefeiert. Am 4. April vor 50 Jahren wurde der US-Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet.

Im Bereich von Literatur und Kunst steht der 175. Todestag des Dichters Friedrich Hölderlin am 7. Juni im Mittelpunkt. Vor 125 Jahren, am 26. Juli 1893, wurde der Maler George Grosz in Berlin geboren. Mit seinen Gemälden und Zeichnungen verspottete er die herrschenden Kreise der Weimarer Republik aus Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus.

Jubiläen in der Kirche

Auch für die Kirchen gibt es wichtige Gedenktage: Vor 600 Jahren, am 22. April 1418, endete das Konzil von Konstanz, eine der größten Kirchenversammlungen des Mittelalters. Die Unruhe des Jahres 1968 fand ihr Echo auch auf dem Essener Katholikentag im September 1968.

Er gilt als turbulentester Katholikentag aller Zeiten. Es gab sogar Rücktrittsforderungen an Papst Paul VI., der am 25. Juli die Enzyklika "Humanae Vitae" über Sexualität, Pille und Verhütung veröffentlicht hatte. Die katholischen deutschen Bischöfe reagierten am 30. August 1968 mit der Königsteiner Erklärung auf das päpstliche Verbot der künstlichen Verhütung. Sie widersprachen dem Papst nicht explizit, verwiesen aber auf die Gewissensentscheidung der Eheleute.

Am 10. Dezember jährt sich der Todestag des Schweizer reformierten Theologen Karl Barth zum 50. Mal. Er gilt für viele Protestanten als «Kirchenvater des 20. Jahrhunderts». Auf katholischer Seite feiert der Schweizer Theologe Hans Küng am 19. März seinen 90. Geburtstag.

Christoph Arens
(KNA)

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