Buddhistische Mönche nehmen an einem Protestmarsch gegen den Militärputsch teil
Buddhistische Mönche nehmen an einem Protestmarsch gegen den Militärputsch teil
Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Rangun (Myanmar)
Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Rangun (Myanmar)

27.02.2021

Gewalt und Verhaftungen bei Demonstrationen in Myanmar Kardinal Bo macht sich für Pressefreiheit stark

In Myanmar eskaliert der Konflikt zwischen dem Militärregime und Demonstranten. Auch Journalisten seien verhaftet worden, die per Livestream über die Proteste berichtetet hätten. Für den Erzbischof von Ragun Grund, Pressefreiheit einzufordern.

Sicherheitskräfte gingen am Samstag mit Gewalt gegen die Protestler vor. Das zeigen Videos und Berichte, die von Mitgliedern der "Bewegung für zivilen Ungehorsam" (CDM) und Journalisten in den Sozialen Medien veröffentlicht wurden. Demnach setzte die Polizei Gummigeschosse, Tränengas und Wasserwerfer ein. Weitere Oppositionspolitiker und Demonstranten seien verhaftet worden, hieß es. In den Städten Rangun und Mandalay hätten die Einheiten auf Protestierende geschossen, mindestens drei Journalisten seien festgenommen worden, meldete das Nachrichtenportal Myanmar Now.

Presse wird dringend gebraucht

In den beiden Städten Monywa und Magway in Zentral-Myanmar habe die Polizei weitere Journalisten verhaftet, die am Samstag per Livestream über die dortigen Proteste gegen das Militärregime berichtet hätten. Kardinal Charles Bo, Erzbischof von Rangun, erinnert an die Pressefreiheit. "Exakt in Zeiten wie diesen wird eine freie Presse am dringendsten gebraucht", twitterte der katholische Geistliche.

Unterdrückung stoppen

Am Freitag hatte sich der Myanmars Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York in einer Rede vor der UN-Vollversammlung gegen die Putschregierung gestellt. Als "Vertreter der demokratisch gewählten Zivilregierung" von Myanmar forderte Kyaw Moe Tun die internationale Gemeinschaft zum "stärkstmöglichen Handeln" auf, "um die Unterdrückung unschuldiger Menschen zu stoppen, die Macht wieder dem Volk zu geben und die Demokratie wiederherzustellen." Für Sonntag hat die Bewegung CDM die Demokratiebewegungen in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern zu Solidaritätskundgebungen aufgerufen.

Militär-Junta an der Macht

Am 1. Februar hatte das Militär die demokratisch gewählte Regierung Myanmars gestürzt. Seitdem befinden sich Regierungschefin Aung San Suu Kyi und andere hochrangige Politiker in der Gewalt der Armee. Junta-Chef Min Aung Hlaing begründete den Putsch mit angeblichen Unregelmäßigkeiten bei der Parlamentswahl vom 8. November 2020, die Aung San Suu Kyi und ihre Partei, die Nationale Liga für Demokratie, klar gewonnen hatten. Die Armee löste die Gewaltenteilung auf und übertrug die legislative, exekutive und judikative Macht auf General Min Aung Hlaing.

(KNA)

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