Schüler erinnern an Opfer der Konzentrationslager
Stacheldrahtanlage des früheren Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau

13.06.2020

Holocaust-Überlebende erinnern an ersten Auschwitz-Transport Der erste Tag der Todeszüge

Am Sonntag vor 80 Jahren fand der erste Transport ins Konzentrationslager Auschwitz statt. 728, überwiegend junge Polen, wurden am 14. Juni 1940 aus den Folterkellern der Gestapo im Gefängnis Tarnow in das Lager Auschwitz gebracht.

Holocaust-Überlebende gedenken am Sonntag des ersten Auschwitz-Transports vor 80 Jahren. "Der 14. Juni 1940 ist der Tag, an dem in Auschwitz jener Hass gegenüber den ahnungslosen polnischen Häftlingen losbricht, der sich später bis hin zum industriellen Massenmord an den Juden und den Sinti und Roma Europas steigern wird", sagte der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, Christoph Heubner, am Samstag in Berlin.

Die polnischen Häftlinge des ersten Transportes hätten nach ihrer Verhaftung "weitere Gefangenschaft, Schmerzen, Hunger und harte Arbeit erwartet, aber auf diesen Ort, diesen Hass und die Mordlust der SS waren sie nicht vorbereitet". Heubner betonte: "Gerade in der gegenwärtigen Situation, in der Rassismus und Antisemitismus erneut die Welt herausfordern, erinnert das Gedenken an diesen Tag, diesen Ort und diese Menschen auch daran, in welchem Inferno Rassismus und Antisemitismus enden können."

Die meisten der Gefangenen des ersten Transportes waren beim Grenzübertritt verhaftet worden, als sie versuchten, aus dem besetzten Polen zu fliehen, um sich im Ausland entstehenden polnischen Militärverbänden anzuschließen. 

Wichtige Botschaft für heutige Zeit

"Viele der Häftlinge aus diesem Transport, die überlebt hatten, waren über Jahrzehnte berührende Botschafter ihrer ermordeten Mithäftlinge und aufgrund ihrer genauen Beobachtung und Dokumentierung der Untaten der SS bedeutende Zeugen bei Auschwitz-Prozessen in Polen, in Deutschland und in Israel", sagte Heubner. Auch ihnen verdanke man den Aufbau des Staatlichen Polnischen Museums in Auschwitz und in Birkenau.

"Eine Welt der Intoleranz und des Rassismus war ihnen unerträglich", so der Vizepräsident. Sie hofften auf eine friedliche Zukunft in Freiheit und "auf eine Welt, in der kein Mensch mehr wegen seiner Abstammung, seiner Hautfarbe oder seiner Religion gedemütigt und verfolgt werden würde".

(KNA)

Der Adventskalender von adveniat & DOMRADIO.DE

Bischöfe zum Advent

Mit DOMRADIO.DE durch den Advent: Jeden Tag ein Impuls eines deutschen Bischofs.

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Messenger-Gemeinde

Tageskalender

Radioprogramm

 30.11.2020
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Direktor der Katholischen Akademie Dresden/Meißen Thomas Arnold zu Jugendweihe
  • Tag der blauen Mütze am 30. November - Barrierefreiheit im Netz?
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

durchatmen – Der Seelsorge Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!