Junge mit einem Schild "Am I next?" ("Bin ich der nächste?")
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04.06.2020

Eindringliche Appelle für ein Ende von Rassismus und Gewalt "Durch Gewalt wird nichts gewonnen"

Deskalierende Stimmen: Vertreter aus Kirche und Politik haben angesichts des Todes von George Floyd und anschließender Unruhen in den USA zu einem Ende von Rassismus und Diskriminierung aufgerufen. 

Nach dem Tod von Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis am 25. Mai war es im ganzen Land zu Protesten und Ausschreitungen gekommen.

Der Papst äußerte sich am Mittwoch "sehr besorgt" angesichts der Unruhen. Mit Blick auf den Tod Floyds sagte Franziskus in seiner wöchentlichen Videoansprache: "Wir dürfen Rassismus weder tolerieren noch dürfen wir die Augen davor verschließen."

Zugleich betonte er, dass "die Gewalt der vergangenen Nächte selbstzerstörerisch und kontraproduktiv" sei. "Durch Gewalt wird nichts gewonnen, aber so vieles verloren", so das Kirchenoberhaupt. Er rief die US-Amerikaner zu "nationaler Versöhnung" auf.

Vergebung für die Täter

Der aus Ghana stammende Kurienkardinal Peter Turkson pochte auf "Gewaltverzicht und Vergebung". Rassismus sei in jedweder Hinsicht zu verurteilen, sagte der Leiter des Dikasteriums für ganzheitliche Entwicklung dem Portal "Vatican News" (Mittwoch). Demonstrationen, Wut und Frustration könnten Floyd allerdings nicht ins Leben zurückbringen.

Es gebe nur eine Sache, die im Moment hilfreich sei: Vergebung für jene, die ihn getötet hätten. Turkson schlug zur Versöhnung in den von Unruhen betroffenen Städten eine "ökumenische, interreligiöse Veranstaltung" vor.

Der Vorstand des Weltkirchenrats forderte ein Ende aller Formen von Rassismus und Diskriminierung. Trotz aller Bemühungen müsse noch mehr unternommen werden, hieß es in einer Stellungnahme in Genf.

Zu beobachten seien etwa Rassismus in Politik und Wirtschaft sowie ökonomische Ungleichheiten. Der Vorstand des Weltkirchenrats unterstrich seine Unterstützung von allen Kirchen in den USA, sich um Gerechtigkeit zu bemühen.

"Entsetzlicher und vermeidbarer Tod"

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet erklärte, dass die Stimmen, die sich für ein Ende des Tötens von unbewaffneten Afroamerikanern einsetzten, gehört werden müssten. Dasselbe gelte für diejenigen, die ein Ende von Polizeigewalt sowie von Rassismus forderten.

Bachelet rief angesichts von Angriffen auf Journalisten zudem dazu auf, journalistische Arbeit frei zuzulassen. Zugleich betonte sie, dass Gewalt und Zerstörung die Probleme nicht lösen könnten. Sie rief Demonstranten zu friedlichen Protesten und Polizisten zu umsichtigem Vorgehen auf.

Auch die Bundesregierung zeigte sich erschüttert. "Das ist ein entsetzlicher und auch ein vermeidbarer Tod, der aufrüttelt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Bundesregierung verfolge das, was sich jetzt in Amerika abspiele, sehr aufmerksam. Rassismus sei aber kein amerikanisches Problem.

(KNA)

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