Ministrant mit Vortragekreuz
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22.04.2020

Corona-Kabinett soll über Lockerungen für Gottesdienste beraten Messe mit Mindestabstand

Gibt es demnächst bundesweit einheitliche Regeln für alle Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise? Das ist das Ziel des Bundes. Das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung soll über mögliche Lockerungen beraten.

Voraussichtlich werden dazu in der kommenden Woche Gespräche geführt. Das Ziel formulierte am Mittwoch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin.

Derzeit werde dazu ein konzeptionelles Grundgerüst erarbeitet. Die Bundesregierung strebt nach eigenen Angaben bundesweit möglichst einheitliche Regeln für alle Religionsgemeinschaften an. Auch bei Gottesdiensten sollen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Gemeinsames Treffen

Am Freitag hatte es im Innenministerium bereits ein Treffen mit Vertretern beider großer Kirchen, der orthodoxen Bischofskonferenz, von Muslimen und des Zentralrats der Juden zu diesem Thema gegeben. Dabei wurde eine Lockerung "zeitnah" nach dem 30. April in Aussicht gestellt.

An diesem Tag wollen Bund und Länder das nächste Mal über weitere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie beraten. Am Montag war noch von einem weiteren Gespräch mit Vertretern von Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften vor diesem Termin die Rede gewesen.

Als erstes Bundesland erlaubt Sachsen seit Montag bereits wieder Gottesdienste, allerdings nur im kleinen Rahmen mit bis zu 15 Teilnehmern. In Thüringen sind es ab Donnerstag bis zu 30 Personen erlaubt, unter Auflagen Gottesdienste zu feiern. In Berlin sollen ab dem 4. Mai wieder Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern möglich sein. Andere Länder hatten Lockerungen im Mai in Aussicht gestellt.

(KNA)

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