Mexiko: Kritik an Asyl für Morales
Mexiko: Kritik an Asyl für Morales

21.11.2019

Mexikanische Kirche kritisiert Asyl für Morales "Verwirrendes Signal"

Mexiko hat dem zurückgetretenenen bolivianischen Präsidenten Morales Asyl gewährt - die katholische Kirche dort sieht das kritisch. Es gehe auch darum, das Leben der eigenen Bevölkerung zu schützen, sagte Kardinal Jose Francisco Robles Ortega.

Er bezeichnete die Entscheidung der mexikanischen Regierung Morales politisches Asyl zu gewähren, als sehr verwirrendes Signal. Er persönlich wie auch ein großer Teil der Gesellschaft habe die Entwicklung als überraschend empfunden, so Robles Ortega laut mexikanischen Medienberichten.

Es sei immer grundsätzlich wertvoll, das Leben einer Person zu schützen, so der Erzbischof von Guadalajara. Aber genau so, wie angeboten werde, das Leben eines Ausländers zu schützen, müsste auch der Schutz des Lebens der eigenen Bevölkerung garantiert werden. Zudem sei es fraglich, ob die Art und Weise, wie Morales in Mexiko empfangen wurde, dem Prozess in Bolivien dienlich sei, so Robles Ortega.

Kritik an hohen Ausgaben

Unterdessen hat die mexikanische Abgeordnete America Rangel im Stadtparlament von Mexiko-Stadt gefordert, Morales wegen seines undemokratischen Verhaltens zur unerwünschten Person zu erklären. Zugleich kritisierte sie die hohen Ausgaben aus mexikanischen Steuermitteln, um Morales unterzubringen und zu beschützen.

Bolivien wird seit der Präsidentschaftswahl am 20. Oktober von heftigen Unruhen erschüttert. Die Opposition warf Morales Wahlbetrug vor, er selbst bestand bislang auf einem Sieg im ersten Durchgang. Vertreter der Zivilgesellschaft, von Menschenrechtsorganisationen und der Kirche hatten von Hinweisen auf Wahlbetrug gesprochen, denen es nachzugehen gelte. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) bestätigte diese Einschätzung nach einer Überprüfung der Ergebnisse. Darauf trat Morales zurück, kündigte Neuwahlen an und floh ins Exil.

(KNA)

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