Zaun an der Grenze zwischen den USA und Mexiko
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16.07.2019

US-Katholiken kritisieren Trumps Abschiebepolitik "Skrupellos und schlicht verwerflich"

​Führende US-Katholiken haben sich entschieden gegen die Abschiebepraxis der US-Regierung gewandt. Die Präsidentin der "Catholic Charities", Donna Markham, kritisierte vor allem die Pläne für Razzien gegen Migranten.

Die für vergangenen Sonntag angekündigte Verhaftungswelle von Einwanderern ohne gültige Papiere bezeichnete Markham, als "grausam". Sie lehne solche Razzien entschieden ab, sagte die Ordensfrau dem katholischen Pressedienst CNS.

Die katholischen Wohltätigkeitsorganisationen stünden zu ihrer Verpflichtung, Einwanderern rechtliche und humanitäre Hilfe zu leisten, so Markham. Kongress und Trump-Regierung forderte sie auf, eine umfassende Einwanderungsreform anzugehen.

"Moralische Bankrotterklärung"

Der Bischof der texanischen Grenzdiözese Brownsville, Daniel Flores, erklärte, Massenabschiebungen und die Praxis, Eltern von ihren Kindern zu trennen, seien "schlicht verwerflich". Das Gesetz müsse "Familien und Kinder anders behandeln als Drogenbarone." Auch der New Yorker Kardinal Timothy Dolan verurteilte die geplante Massenabschiebung.

Die Co-Vorsitzende der Interreligiösen Einwanderungskoalition, Katie Adams, bezeichnete die geplante Razzia an einem Sonntag als weiteren Beleg für eine moralische Bankrotterklärung der Trump-Regierung. Den gleichen Tenor übernahm der Nationalrat der Kirchen, der die Abschiebungen "skrupellos" nannte.

"Ausführung von Anordnungen"

US-Medien hatten unter Berufung auf Regierungsstellen berichtet, dass am vergangenen Sonntag die ersten 2.000 von insgesamt einer Million Einwanderer ohne Papiere zur Abschiebung verhaftet werden sollten. Tatsächlich blieben die Razzien aus. Bürgermeister in zahlreichen Städten kündigten an, dass sie den Strafverfolgungsbehörden nicht erlauben würden, mit der Einwanderungspolizei zusammenzuarbeiten.

In einem TV-Interview hatte der Leiter der Einwanderungspolizei Matt Albence erklärt, die geplanten Aktionen zielten auf Personen ab, deren Asylanträge schon von einem Einwanderungsrichter zurückgewiesen wurden. Man führe "lediglich die rechtmäßig erteilten Richteranordnungen" aus.

(KNA)

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