"Ohne kirchliches Engagement ist diese Aufgabe in unserer kommerzbestimmten Zeit nicht zu lösen"
Jeder kann zum Umweltschutz beitragen

08.01.2019

Kirche und die Bewahrung der Schöpfung Klimaschutz konkret

Die Zeit läuft den Menschen davon. Wenn sie die Erde vor den katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels bewahren wollen, müssen sie jetzt handeln. Deshalb will die Kirche Vorreiter sein und macht Klimaschutz konkret.

Die Meldungen über verheerende Umweltkatastrophen im vergangenen Jahr sind alarmierend. Eine Aufgabe für die große Politik, aber auch für die Kirchen. Die Bewahrung der Schöpfung ist spätestens seit der Papst-Enzyklika "Laudato Si" ein Topthema für die Kirche.

Zu mehr Klimaschutz kann jeder einzelne konkret beitragen. Der Umweltbeauftragte im Erzbistum Köln, Tobias Welz, hat fünf ganz individuelle Umwelttipps zusammengestellt:

Stromanbieter wechseln: Der Unterschied zwischen konventionell erzeugtem Strom aus fossilen Energiequellen und nachhaltigen regenerativen Energien ist gewaltig. Tobias Welz sagt, dass bei der Nutzung konventioneller Energiequellen 470 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde ausgestoßen werden. Dagegen liegt der Ausstoß bei regenerativen Energien lediglich bei 80 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde. Wer dann auch noch Strom spart, hat schon viel fürs Klima getan.

Richtig heizen: Es geht darum, dann zu heizen, wenn man die Wärme braucht, und die Heizung zu drosseln, wenn man sie nicht benötigt. Das geht am besten manuell oder indem man die Heizung programmiert. Steht ohnehin eine neue Heizungsanlage ins Haus, empfiehlt sich eine moderne Heizung, die beispielsweise mit Pellets heizt.

Papier sparen: Am besten ist es, weitestgehend auf Papier zu verzichten. Wenn es nicht anders geht, sollten wir darauf achten, dass wir Altpapier nutzen. Beim Drucken kann man auf mineralölfreie Farben oder die Nutzung von Ökostrom achten. Schließlich kann das erzeugte CO2 mit einer Ausgleichszahlung kompensiert werden.

Mobilität: 50 Prozent der mit dem Auto gefahrenen täglichen Strecken sind kürzer als 13 Kilometer. Solche Wege lassen sich auch gut mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen. Weitere Alternativen sind Car-Sharing und Fahrgemeinschaften. Konkrete kirchliche Aktionen sind das Autofasten in der österlichen Bußzeit.

Fair und bio konsumieren: Fairer Handel steht schon lange nicht mehr nur für gerechte Arbeits- und Handelsbedingungen. Bio und fair bedeutet für die Produzenten, dass sie im Anbau und bei der Herstellung auf Nachhaltigkeit achten. Damit schützen sie auch ihre eigenen Produktionsgrundlagen.

(DR)

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