Prinz Charles
Prinz Charles
Papst Franziskus empfängt Prinz Charles und Frau Camilla
Papst Franziskus empfängt Prinz Charles und Frau Camilla
Der damals noch aktive Papst Benedikt XVI. 2009 mit Prinz Charles und Ehefrau Camilla
Der damals noch aktive Papst Benedikt XVI. 2009 mit Prinz Charles und Ehefrau Camilla

14.11.2018

​Der britische Thronfolger Prinz Charles wird 70 Kronprinz für die Ewigkeit

Ewiger Thronfolger, Öko-Spinner - was die Menschen mitunter über den britischen Prinz Charles sagen, ist nicht immer charmant. Nun wird der Sohn von Queen Elizabeth 70. Und wartet weiter auf die Krone.

Mit 70 Jahren blicken die meisten auf ein paar Jahre Ruhestand zurück - nicht so Prinz Charles von Wales. Er hat seinen Beruf als König von Großbritannien noch nicht einmal begonnen. Im Gegenteil - Königin Elisabeth ist mit ihren 92 Jahren und 65 Jahren auf dem Thron gesund und munter. Abdanken kommt für sie nicht in Frage - ebenso wenig wie für Prinz Charles, der am Mittwoch seinen 70. Geburtstag feiert.

Die Vorbereitung auf den Thron begannen früh: Die Queen und ihr Ehemann Prinz Philip entschieden entgegen der Tradition, ihren ältesten Sohn Charles auf öffentliche Schulen zu schicken statt einen Privatlehrer im Schloss zu engagieren. Anschließend studierte der Thronfolger als erster der royalen Familie an der Elite-Universität Cambridge Archäologie, Anthropologie und Geschichte. Die obligatorische Militärlaufbahn durchlief Charles selbstverständlich.

"Rolle des Buhmanns"

Für weltweite Aufmerksamkeit und Euphorie sorgte 1981 seine Hochzeit mit Diana Spencer. Doch glücklich wurde das Paar nicht. Auch die Söhne William und Harry konnten die Ehe nicht vor einer Krise retten. Gerüchte um außereheliche Verhältnisse häuften sich, bis die Auseinandersetzung in einer medialen Schlammschlacht endete. Die Trennung verkündete der Hof offiziell 1992; die Scheidung folgte 1996.

Nachdem die Ehe in die Brüche ging, fiel Charles in den Medien die Rolle des Buhmanns zu. Der Kronprinz hatte Lady Diana jahrelang mit Camilla Parker-Bowles betrogen und sammelte im Volk Minuspunkte. Der Tod der "Königin der Herzen" 1997 erzeugte Druck auf die Monarchie.

Hochzeit nach jahrelanger Diskussion

Über Charles Querelen im Liebesleben war die Queen not amused, ebenso wie die Geistlichkeit im Land. Immerhin soll Prinz Charles künftig das Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche werden. Nach Jahren mit Diskussionen, ob ein geschiedener und wiederverheirateter König tragbar ist, kam es 2005 zur standesamtlichen Hochzeit mit Camilla auf Schloss Windsor.

Ein einfacher Gefährte ist der Kronprinz wohl nicht: Charles äußert sich gern zu seinen Interessen, ob die betroffenen Menschen es hören wollen oder nicht. Gelegentlich kam es in der Vergangenheit bei Presseterminen zu Zwischenfällen. Der Prinz bezeichnete die "verdammten" Journalisten unter anderem als "Pack". Offenbar unwissend, dass sein Wispern über das Mikrofon zu hören war.

Pflichtbewusster Thronfolger

Aber der Thronfolger erfüllt alle Pflichten seines Amts. Der Prince of Wales lernte beispielsweise die doch recht komplizierte walisische Sprache. Er setzt sich seit Jahren für Chancengleichheit für Jugendliche, für Städtebau und Nachhaltigkeit ein. Das zeigt sich auch in den 400 Organisationen, deren Schirmherr er ist. Zusätzlich unterstützt seine Stiftungsgruppe rund 20 Organisationen.

Aufgrund seiner Interessen wurde Charles jahrelang als Öko-Spinner verunglimpft. Er bekannte sich dazu, mit Pflanzen zu reden, und 1988 ließ er seine Ländereien auf biologische Landwirtschaft umstellen. Damit war er seiner Zeit voraus, denn heute sind Gärtnern und eine nachhaltige Lebensweise in der Gesellschaft angekommen.

Mehrere Treffen mit Päpsten

Mit Blick auf seine künftige Rolle in der anglikanischen Kirche traf sich der Thronfolger bereits drei Mal mit Päpsten. Selbstverständlich ging es bei den Treffen im Vatikan um Fragen wie Umweltschutz und den interkulturellen Dialog. Im April 2017 hatten der Prince of Wales und Camilla, inzwischen Herzogin von Cornwall, ihre erste Begegnung mit Franziskus; 2009 war das Paar mit Papst Benedikt XVI. zusammengetroffen. Bereits 1985 besuchte der Prinz zusammen mit seiner damaligen Gattin Diana den Vatikan und tauschte sich mit Papst Johannes Paul II. aus.

Der Tod von Diana lastet vermutlich bis zum Ende seines Lebens als Bürde auf Charles' Schultern. Doch aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor, die mit ihren Ehefrauen ein modernes Bild der Monarchie präsentieren. Für Prinz Charles gab es auch eine Art Happy End. Schließlich heiratete er mit Camilla die Liebe seines Lebens. Bis auf Weiteres bleibt er jedoch der amtierende Thronfolger und ist damit ein Rekordhalter - der am längsten wartende Kronprinz in der Geschichte des Vereinigten Königreichs.

Maren Breitling
(KNA)

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