Altstadt Jerusalems mit Grabeskirche
Altstadt Jerusalems mit Grabeskirche
Israelischer Polizist am Tempelberg
Israelischer Polizist am Tempelberg

25.10.2018

Israels Vorgehen gegen koptische Christen sorgt für Ärger "Exzessive Gewalt" der Polizei gegen Mönche?

Nach Zusammenstößen an der Jerusalemer Grabeskirche am Mittwochmorgen hält die Kritik an Israels Verhalten gegenüber koptisch-orthodoxen Christen an. Vor allem wird die "exzessive Gewalt" der Polizei gegen koptische Mönche verurteilt.

Der Metropolit der koptisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Anba Antonius, kritsisierte in einer Stellungnahme von Mittwochabend die "exzessive Gewalt" der Polizei gegenüber friedlich protestierenden koptischen Mönchen sowie die Festnahme eines Priesters. Hintergrund ist der Streit um die Renovierung einer Kapelle des Deir al-Sultan-Klosters in Seitengebäuden der Grabeskirche, über dessen Rechte koptische und äthiopische Christen streiten.

Die koptisch-orthodoxe Kirche habe als einziger rechtmäßiger Besitzer des Deir al-Sultan-Klosters Israels Entscheidung zurückgewiesen, die Michaelskapelle auf Regierungskosten zu restaurieren. Einer Restaurierung sei nur zuzustimmen, falls diese durch ein von der koptischen Kirche beauftragtes Team, zumindest aber unter koptischer Aufsicht und bei voller Kostenübernahme durch die Kirche geschehe, so der Erzbischof.

Beschwerde an Israels Ministerpräsidenten Netanjahu

Das koptisch-orthodoxe Patriarchat habe sich mit einer Beschwerde an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie an das israelische Justizministerium gewandt. Ferner prüfe die Kirche die Möglichkeit, die Umsetzung eines Gerichtseintscheids von 1971 einzufordern, der die Besitzrechte des Klosters der koptischen Kirche zugesprochen habe. Das Vorgehen werde mit Koptenpapst Tawadros II., dem ägyptischen Außenministerium und der ägyptischen Botschaft koordiniert, so die Stellungnahme.

Ägypten verurteilte unterdessen die Polizeigewalt gegen die koptischen Geistlichen. Das ägyptische Außenministerium wende sich entschieden gegen Übergriffe auf religiöse Führungspersonen, hieß es laut Medienberichten in einer Stellungnahme des Ministeriumssprechers Ahmad Hafiz. Der von der israelischen Polizei festgenommene Mönch Makarius Orschalemi sei durch die Intervention der ägyptischen Botschaft wieder freigelassen worden.

Der Großmufti von Ägypten, Schawki Allam, kritisierte Israel laut Medienberichten von Mittwochabend für Versuche, "Jerusalem und seine heiligen Stätten zu judaisieren". Die internationale Gemeinschaft sowie humanitäre Organisationen rief er dazu auf, die Palästinenser im Kampf für die Wiederherstellung ihres besetzten Landes zu unterstützen.

Medienberater der katholischen Bischöfe verurteilt Polizeigewalt

Die Polizeigewalt gegen die friedlich demonstrierenden Mönche, wie sie Fotos und Videos belegten, seien aufs Schärfste zu verurteilen, heißt es in einer Reaktion des Medienberaters der katholischen Bischöfe, Wadie Abunassar. Die Kirchenführer berieten gegenwärtig ihre Reaktion auf den schwerwiegenden Zwischenfall. Unter anderem plane die koptische Kirche weitere Proteste in den kommenden Tagen.

Israels Polizei hatte am Mittwochmorgen vor der Grabeskirche Proteste von koptischen Christen gegen die israelischen Restaurierungsarbeiten aufgelöst. Die Regierungspläne sehen vor, die nach israelischen Angaben einsturzgefährdete Kapelle mit umgerechnet 92.000 Euro zu restaurieren.

(KNA)

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