Papst Franziskus und Kim Jong Un
Papst Franziskus und Kim Jong Un
US-Kritik an Religionsfreiheit in Nordkorea
Militärparade in Nordkorea

10.10.2018

Bischof zum möglichen Papstbesuch in Nordkorea "Das wäre ein Wunder"

Könnte es wirklich zu einer Papstvisite in Nordkorea kommen? Ein dortiger Besuch von Papst Franziskus wäre nach den Worten des südkoreanischen Bischofs You Heung-sik jedenfalls "ein Wunder". Aber "für Gott ist alles möglich", fügte You hinzu.

Nord- und Südkorea seien in eine "neue Ära" der Beziehungen eingetreten. Die Aussöhnung gehe mit großen Schritten voran, sagte der Leiter des Bistums Daejeon, der derzeit an einer Synode im Vatikan teilnimmt, dem vatikanischen Pressedienst Fides. Papst Franziskus habe sich im vergangenen Jahr neun Mal zu Korea geäußert; dies zeige seine Nähe zum koreanischen Volk und seine Sorge um den Frieden, sagte You.

Der südkoreanische Kardinal Yeom Soo-jung erhofft von einer möglichen Einladung des Papstes nach Nordkorea Erleichterungen für die Seelsorge in den kommunistischen Land. Er bete darum, einmal Priester und Ordensleute in den Norden entsenden zu können, sagte Yeom, der außer Erzbischof von Seoul auch päpstlicher Verwalter des nordkoreanischen Hauptstadtbistums Pjöngjang ist, dem vatikanischen Pressedienst Fides. 

Besuchseinladung soll kommen

Südkoreas Präsident Moon Jae-in wird nächste Woche Donnerstag zu einer Begegnung mit Papst Franziskus im Vatikan erwartet. Zuvor nimmt er an einer "Messe für den Frieden" auf der koreanischen Halbinsel mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin kommenden Mittwoch im Petersdom teil.

Wie südkoreanische Medien unter Berufung auf den Sprecher des Präsidentenpalastes in Seoul meldeten, will Moon dem Papst eine Besuchseinladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un überbringen.

Religionsfreiheit bedroht

Nordkorea bemüht sich derzeit um mehr Anerkennung auf internationaler Bühne. Es gilt als eines der Länder, in denen Menschenrechte wie Religionsfreiheit am stärksten bedroht sind. 

Seit Ausrufung des Staats Nordkorea 1948 ging die kommunistische Regierung laut Fides hart gegen christliche Gemeinschaften vor. Kirchen wurden abgerissen, Gläubige interniert. Gab es 1950 nach kirchlichen Angaben noch 55.000 Katholiken und 57 Kirchengebäude, so leben heute offiziell keine Priester oder Ordensleute in dem Land.

Die drei Bischofssitze sind seit Jahrzehnten vakant. Nach dem Ende des Ostblocks ließ die Regierung in Pjöngjang eine staatlich kontrollierte "Katholische Vereinigung" und eine "Christliche Föderation" zu, der schätzungsweise 3.000 Menschen angehören.

 

(KNA)

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