Erdogan bei der Eröffnung der DITIB-Zentralmoschee
Erdogan bei der Eröffnung der DITIB-Zentralmoschee
Menschen mit Türkeiflaggen warten auf Erdogan
Menschen mit Türkeiflaggen warten auf Erdogan
Kundgebung gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdogan
Kundgebung gegen den türkischen Staatspräsidenten Erdogan

29.09.2018

Erdogan eröffnet Ditib-Zentralmoschee in Köln Weniger Gegenwind als erwartet

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Ditib-Großmoschee in Köln eröffnet. Unterdessen gingen für und gegen Erdogan Tausende Menschen auf die Straße - allerdings weniger als erwartet.

Mit einer kurzen Ansprache hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Ditib-Zentralmoschee in Köln offiziell eröffnet. Die etwa einstündige Zeremonie fand am Samstagnachmittag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Das Viertel rund um die Moschee war großräumig abgesperrt; etwa 3.000 Polizisten waren im Einsatz. Besondere Vorfälle habe es keine gegeben, hieß es.

Erdogan: "Werk des Stolzes"

In seiner Rede bezeichnete Erdogan die Eröffnung als historischen Moment. Die Moschee sei ein "Werk des Stolzes", das allen Menschen offen stehen solle. Die türkische Gemeinde zeige mit diesem Bau, dass sie zu Deutschland dazugehöre. Er hoffe, so Erdogan, dass ähnliche Bauwerke auch andernorts entstünden.

Der von den deutschen Architekten Gottfried und Paul Böhm geplante Komplex, zu dem auch Seminar- und Büroräumen, eine Einkaufspassage und eine Tiefgarage gehören, gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Moscheebauten in Westeuropa. Bereits 2017 wurde das islamische Gotteshaus, eines der größten in Deutschland, in Betrieb genommen.

Mit dem Auftritt in der Kölner Moschee endete Erdogans dreitägige Deutschlandvisite. Zuvor war er auf Staatsbesuch in Berlin, wo er mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammentraf. Beide drückten ihre Sorge um in der Türkei aus politischen Gründen inhaftierte deutsche Staatsbürger aus. Zu den weiteren Themen zählten unter anderem die Integrations- und Flüchtlingspolitik. Auch in Berlin war es zu Protesten gegen Erdogan gekommen.

Unmittelbar vor der Eröffnung der Moschee empfing Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erdogan auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn.

Eröffnung fand in kleinerem Rahmen statt

Laschet hatte eine Teilnahme an der Eröffnung der Moschee des türkisch-islamischen Verbandes Ditib abgelehnt. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem türkischen Staatspräsidenten wäre aus der Veranstaltung "eine sehr politische Angelegenheit" geworden, sagte Laschet am Samstag nach seinem einstündigen Gespräch mit Erdogan.

"Das fand ich falsch, weil wir wollen, dass diese Moschee eine Kölner Moschee wird und in Köln verankert wird." Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte ihre Teilnahme an der Eröffnungsfeier abgesagt, weil bis Mittwoch nicht klar gewesen war, ob sie bei der Veranstaltung sprechen dürfte. Sie begrüßte Erdogan am Samstag aber mit Laschet am Flughafen.

Die Eröffnung der Ditib-Moschee fand in erheblich kleinerem Rahmen statt als ursprünglich geplant: Die Stadt Köln hatte am Freitagabend wegen eines mangelhaften Sicherheitskonzepts eine Außenveranstaltung verboten, zu der bis zu 25.000 Menschen erwartet wurden. Die Zahl der zugelassenen geladenen Besucher wurde am Samstag nach Angaben der Polizei allerdings von 500 auf 1.100 aufgestockt.

Deutlich weniger Demonstranten als erwartet

Gegen und für Erdogan gingen Tausende Menschen in Köln auf die Straße. Viele der Demonstranten versammelten sich rund um die Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. Allerdings kamen offenbar deutlich weniger Teilnehmer als zunächst erwartet zu den Anti-Erdogan-Demonstrationen. Die Polizei war mit rund 4.000 Beamten im Einsatz. Weite Teile der Innenstadt wurden abgesperrt.

Die Polizei wollte am Samstagnachmittag keine Teilnehmerzahlen nennen. Während viele Teilnehmer mit Plakaten "Erdogan not welcome" gegen den Besuch des Präsidenten protestierten, schwenkten andere Demonstranten türkische Flaggen. Im Stadtteil Deutz waren Medienberichten zufolge rund 2.000 Menschen zu einer Anti-Erdogan-Kundgebung gekommen. Angemeldet waren 7.000 Teilnehmer.

Auch zur Protestaktion der alevitischen Gemeinde auf dem Ebertplatz kamen mit rund 500 Menschen deutlich weniger Teilnehmer als erwartet.

(epd, KNA)

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