Ordensleute mit Pater Alex Zanotelli (m.) protestieren auf dem Petersplatz
Ordensleute mit Pater Alex Zanotelli (m.) protestieren auf dem Petersplatz
Pater Alex Zanotelli
Pater Alex Zanotelli

11.07.2018

Ordensleute protestieren in Rom gegen Italiens Migrationspolitik Hungerstreik soll wachrütteln

Gegen die abschottende Migrationspolitik der italienischen Regierung hat eine kleine Gruppe katholischer Ordensleute in Rom einen Hungerstreik begonnen. Die aktuelle Migrationspolitik sei "diskriminierend", so der Initiator der Aktion.

Der italienische Comboni-Missionar Alex Zanotelli (79) organisiert die Protestaktion.

Seit die Regierung entschieden habe, die Häfen des Landes für Seenotretter zu schließen, sei das Mittelmeer erneut zu einem "Grab" geworden, heißt es in einem der Statements, das die Gruppe von rund 20 Ordensleuten und Pfadfindern am Dienstag am Sitz des italienischen Parlaments verlas. Dort will die Gruppe ab sofort staffelweise für mindestens zehn Tage in einen "Hungerstreik für Gerechtigkeit" treten.

Bei der Seenotrettung von Migranten gehe es um Leben und Tod. Daher sei nötig, dass sich Katholiken entschieden gegen die aktuelle Politik positionierten. "Es sind nicht nur Migranten, die ertrinken; das ist der Untergang Europas, jenes Europa, das sich für Menschenrechte einsetzt", so Zanotelli.

Banner gegenüber dem Parlamentssitz

An einem Absperrgitter des Parlamentssitzes brachte die Gruppe ein Banner mit der Aufschrift "Hungerstreik für Gerechtigkeit in Solidarität mit Migranten" an. Politiker sollten es lesen, wenn sie in den Hof schauen. Am Dienstagnachmittag nahm kein Politiker sichtbar Notiz von der Aktion.

Ein Vertreter der Pfadfinder sagte, es gehe um Protest für Menschenrechte, unabhängig von politischer oder religiöser Einstellung. Die Ordensfrau Gabriella Bottani sagte, es sei "unmenschlich", dass aufgrund von Politik Menschen auf dem Mittelmeer sterben müssten. "Nicht die Italiener zuerst, sondern Menschenrechte zuerst", forderte eine Mitschwester unter Anspielung auf den Slogan des neuen rechtsgerichteten Innenministers Matteo Salvini.

Beginn der Aktion auf dem Petersplatz

Begonnen hatte die von Zanotello nach eigenen Angaben spontan organisierte Protestaktion auf dem Petersplatz. Auch dort sorgte sie für wenig Aufmerksamkeit. Drei ausländische Touristenführer berichteten, sie seien selbst vor dem Krieg in Afghanistan geflohen und illegal nach Italien gekommen, inzwischen aber als Flüchtlinge anerkannt.

Sie kritisierten nicht nur die Abschottungspolitik, sondern auch das militärische Eingreifen anderer Länder in ihrer damaligen Heimat oder aktuell in Syrien. Der Grund ihrer Flucht sei der Krieg gewesen. So ließen sich Konflikte nicht lösen.

(KNA)

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