Der russische Torwart kann den entscheidenden Elfmeter gegen Kroatien nicht halten
Der russische Torwart kann den entscheidenden Elfmeter gegen Kroatien nicht halten
Schwester Katharina im Fußballfieber
Schwester Katharina im Fußballfieber

08.07.2018

Fuballnonne zur WM-Niederlage vom Gastgeber "Die Russen haben nie aufgegeben"

Der Gastgeber der Weltmeisterschaft 2018 ist ausgeschieden, aber inwiefern dieses Tunier das Land Russland nachhaltig beeinflussen kann, erklärt unsere Fußball-Expertin Schwester Katharina Hartleib aus dem Franziskanerkonvent in Olpe.

DOMRADIO.DE: Es sind bei dieser WM 2018, die sozusagen jetzt zur EM geworden ist, nur noch vier Mannschaften übrig: Belgien, Frankreich, England und Kroatien. Wie haben Sie denn das Viertelfinale Russland gegen Kroatien und vor allem diesen Ausgang verfolgt?

Schwester Katharina Hartleib (DOMRADIO.DE-Fußball-Expertin): Ich habe im Vorfeld schon auf Kroatien mit anschließendem Elfmeterschießen getippt und auch vermutet, dass es eng werden würde. Mich hat wirklich dieses rappelvolle Stadion begeistert. Das Spiel an sich war nicht so toll, dieses ständige Hin und Her und es gab wenig Spielaufbau. Aber nach dem 1:0, dem 1:1, 2:1 und dann dem 2:2 hat man gedacht, dass die Kroaten es jetzt geschafft haben. Aber beeindruckend war, dass die Russen nie aufgegeben haben.

DOMRADIO.DE: Wir haben gesehen, dass Russland, das sonst so strenge Land, richtig aufblüht. Zeigt sich mal wieder, dass Fußball eben auch mehr ist?

Schwester Katharina: Das ist es. Bei all diesen Geschichten, die im Vorhinein thematisiert wurden, hat man dann beim Start der WM gemerkt, dass dieser Fußball wirklich so eine weltumspannende Sache ist, weil Fußball kann jeder spielen. Das kann das ärmste Kind in den Slums, aber auch Leute auf den gepflegtesten Plätzen spielen: Fußball geht immer. Da hat sich in Russland eine Öffnungsbewegung entwickelt. Ich bin gespannt, wie es nach der WM weitergeht.

DOMRADIO.DE: Also eher momentaner Hype oder hat es doch auch etwas Nachhaltiges?

Schwester Katharina: Oftmals ist es ja so, dass nach so einer Geschichte man ein gewisses "Wow-Gefühl" hat. Ich könnte mir vorstellen, dass sich das die Leute auch nicht mehr unbedingt so nehmen lassen. Die ersten Tage hatte man immer den Eindruck, dass es dieses Gefühl nur in den Städten gibt. Aber dann war es natürlich toll, dass Russland so weit gekommen ist. Wenn sie früh ausgeschieden wären, wäre das sicher auch so geblieben. Aber durch dieses Weiterkommen ist die Begeisterung immer größer geworden und hat das ganze Land erfasst. Das finde ich wunderbar.

DOMRADIO.DE: Wir nehmen diese Begeisterung trotz des Ausscheidens von Russland natürlich weiter mit in die ganz entscheidenden Spiele. Jetzt brauchen wir von ihnen natürlich auch für das DOMRADIO.DE Tippspiel noch eine Einschätzung für die Partie: Belgien gegen Frankreich.

Schwester Katharina: Frankreich gegen Uruguay war umkämpft, aber dann relativ klar. Bei der Partie: Belgien gegen Brasilien hatte ich auch auf Belgien getippt und ich bin auch ziemlich froh, dass die es geschafft haben. Aber zwischen diesen beiden Halbfinalgegnern kann ich es kaum sagen. Ich würde aber trotzdem auf die größere individuelle Klasse der Franzosen tippen.

DOMRADIO.DE: Schauen wir auf das zweite Halbfinale: Kroatien gegen England.

Schwester Katharina: Seit England Elfmeterschießen kann, traue ich ihnen alles zu. Andererseits haben die Kroaten jetzt zweimal ein Elfmeterschießen gewonnen, das beflügelt natürlich unglaublich. Bei England muss man schauen, die sind jung und unwahrscheinlich gut eingestellt. Die haben mittlerweile eine ganz andere Art zu spielen. Denen traue ich noch ein bisschen mehr zu: den Kroaten mehr Kampfgeist, aber den Engländern ein bisschen mehr Klasse.

Das Gespräch führte Carsten Döpp.

(DR)

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