Nach dem Anschlag in Kabul
Nach dem Anschlag in Kabul

28.01.2018

Franziskus betet für Terror-Opfer in Afghanistan Entsetzen nach erneutem Anschlag

Papst Franziskus hat der Opfer zweier Terroranschläge in Kabul gedacht. "Wie lange muss das afghanische Volk diese unmenschliche Gewalt noch ertragen?", fragte Franziskus beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz.

Die Anwesenden bat Papst Franziskus, in einer Schweigeminute für die Opfer, deren Familien, für das ganze afghanische Volk und für jene zu beten, die sich dort um Frieden bemühen.

Mehr als 100 Menschen kamen ums Leben, als ein mit Sprengstoff beladener Krankenwagen am Samstag mitten im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul explodierte. Zu dem Selbstmordanschlag bekannten sich die aufständischen Taliban. Das afghanische Innenministerium sprach am Sonntag von 103 Toten und 235 Verletzten.

Es war der schwerste Terroranschlag in Kabul seit Mai 2017, als eine Bombe, die in einem Lastwagen versteckt war, unweit der Deutschen Botschaft explodierte. Damals kamen mehr als 150 Menschen ums Leben.

Überlastete Krankenhäuser in Kabul

Die Tat vom Samstag löste Trauer und Entsetzen aus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnete den Anschlag als "hinterhältig und grausam". Das Internationale Rote Kreuz in Afghanistan nannte die Benutzung eines Krankenwagens für einen Anschlag "erschütternd" und "inakzeptabel". Die Regierung in Kabul sprach von einem "Kriegsverbrechen".

Krankenhäuser waren am Wochenende wegen der großen Zahl der Verletzten so überlastet, dass Patienten auf dem Rasen vor dem Krankenhaus oder in Fluren behandelt werden mussten. Dejan Panic, Koordinator des "Emergency Hospitals", das von einer italienischen Hilfsorganisation betrieben wird, sprach von einem "Massaker".

Starke Detonation kilometerweit zu spüren

Der Selbstmordattentäter durchbrach am Samstagmittag mit einem Ambulanzfahrzeug voller Sprengstoff einen Polizeiposten am Sedarat-Platz. Er gelangte so in eine für den Verkehr gesperrte Zone, wo viele Menschen zu Fuß unterwegs waren. Die Detonation war so stark, dass sie noch kilometerweit entfernt zu spüren war. Gebäude in dem Viertel, wo sich auch Botschaften und Ministerien befinden, wurden teils schwer beschädigt.

Der afghanische Innenminister Wais Ahmad Barmak trat unterdessen Kritik entgegen, die Regierung sorge nicht genug für die Sicherheit der Bevölkerung. Alle Institutionen arbeiteten "hart daran, Bedrohungen zu minimieren", sagte er laut "Tolo News". Es gebe mehr als 20 aufständische Gruppen im Land. Unter den Opfern des Anschlages seien auch 30 Polizisten.

Kritik an afghanischer Regierung wächst

Erst vor einer Woche waren mehr als 20 Menschen bei einem Anschlag auf das Hotel Intercontinental in Kabul ums Leben gekommen, viele von ihnen Ausländer. Unter den Toten war auch eine deutsche Entwicklungshelferin. Am Mittwoch wurden fünf Menschen bei einem Angriff auf das Büro der britischen Hilfsorganisation "Save the Children" in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad getötet.

Angesichts der Serie von schweren Anschlägen wächst die Kritik an der afghanischen Regierung und den Sicherheitskräften. Parlamentarier forderten am Samstag den Rücktritt von Verantwortlichen.

(KNA, epd)

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