Konflikt in der Ukraine
Konflikt in der Ukraine

27.01.2018

Caritas-Präsidenten: Krise in der Ostukraine spitzt sich zu "Mit Krieg als Dauerzustand dürfen wir uns niemals abfinden"

Die österreichische und die ukrainische Caritas haben davor gewarnt, den Krieg und die humanitäre Krise in der Ostukraine zu vergessen. Die Zahl der betroffenen Menschen sei nach wie vor hoch.

Die Situation der betroffenen Menschen in der Ostukraine verschlimmere sich immer weiter, sagten die Caritas-Präsidenten Michael Landau und Andrij Waskowycz bei einer Pressekonferenz am Freitag im ukrainischen Charkiv. Insgesamt seien bereits bis zu fünf Millionen Menschen vom seit vier Jahren andauernden Konflikt in der Ostukraine betroffen, darunter rund 600.000 Kinder, berichtete Landau.

Zahl der Bedürftigen ist hoch

Mehr als 10.000 Menschen seien getötet worden; rund drei Millionen mussten ihre Wohnorte verlassen, innerhalb des Landes sind bis zu 1,7 Millionen Menschen als sogenannte Binnenflüchtlinge vertrieben. Viele der Geflüchteten seien arbeitslos und ihre finanziellen Mittel erschöpft, so Landau. Die Zahl der Menschen, die zu wenig zu essen haben, sei auf 1,2 Millionen gestiegen.

Die Flüchtlinge stünden oft vor der Frage, ob sie sich von ihren letzten Ersparnissen Lebensmittel oder Medikamente kaufen sollten, berichtete Landaus Amtskollege Waskowycz. Die Situation für die Flüchtlinge und die im Kampfgebiet Zurückgebliebenen werde immer schlimmer. Als Folge der humanitären Krise wachsen nach seinen Worten Armutsprostitution, Kriminalität und Alkoholismus. Der Krieg habe auch viele Familien auseinandergerissen.

Caritas-Spenden für ukrainische Kinder

Die Frontlinie zwischen ukrainischer Armee und prorussischen Separatisten erstreckt sich über 457 Kilometer Länge. Unmittelbar im Kampfgebiet leben den Angaben zufolge noch rund 600.000 Menschen, darunter viele Alte und Kinder.

"Mit Krieg als Dauerzustand dürfen wir uns niemals abfinden", mahnte der österreichische Caritas-Chef. Kinder hätten ein Recht auf kindgerechtes Aufwachsen. Landau besuchte in der Ukraine verschiedene aus Österreich geförderte Projekte. Die Februar-Sammlung der österreichischen Caritas soll unter anderem 50.000 ukrainischen Kindern zugutekommen und ihnen Zugang zu Bildung ermöglichen.

(KNA)

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 13.04.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Start des muslimischen Fastenmonats Ramadan
  • Tod von Regimentspfarrer Max Offermann
  • Kandidatenduell: Söder oder Laschet
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • "Der Amerika-Flüsterer": Vom Religionslehrer zum Top-Manager in den USA
  • "Die braune Pest" - Posthume Buchveröffentlichung über die Nazizeit
  • Ramadan zu Pandemie-Bedingungen
  • Misereor: Agrarentscheid des Bundeskabinetts geht in richtige Richtung
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • "Der Amerika-Flüsterer": Vom Religionslehrer zum Top-Manager in den USA
  • "Die braune Pest" - Posthume Buchveröffentlichung über die Nazizeit
  • Ramadan zu Pandemie-Bedingungen
  • Misereor: Agrarentscheid des Bundeskabinetts geht in richtige Richtung
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Von Bischof zu Bischof: Bedford-Strohm gratuliert Bätzing zum 60.
  • Neue Studie: Wie klappt das mit der digitalen Seelsorge?
16:00 - 16:10 Uhr

Durchatmen

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

  • Von Bischof zu Bischof: Bedford-Strohm gratuliert Bätzing zum 60.
  • Neue Studie: Wie klappt das mit der digitalen Seelsorge?
19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Komplizierte Situation der Kirche im Bistum St. Pölten
  • Misereor zu Agrarentscheid
  • Bedford-Strohm gratuliert Georg Bätzing zum 60sten
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!