Symbolbild Vertrauen
Symbolbild Vertrauen

03.01.2018

Katholische Kirche gewinnt an Vertrauen Leichtes Plus

Wem vertrauen die Menschen in Deutschland am meisten? Laut einer Umfrage liegt die Polizei ganz vorne. Die katholische Kirche nimmt Platz 18 ein - und hat damit im Vergleich zum Vorjahr etwas zugelegt.

Mit 27 Prozent und einem Plus von einem Prozentpunkt ist die katholische Kirche auf Platz 18 gelandet. Die evangelische Kirche legte um zwei Prozentpunkte auf 48 Prozent zu und wird damit auf Platz 13 gelistet, heißt es in einer Forsa-Umfrage. Einen Abwärtstrend stellen die Meinungsforscher dagegen beim Papst fest. Ihm vertrauen 54 Prozent der Befragten, was einem Rückgang um 6 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016 entspricht und Platz 9 im aktuellen Ranking bedeutet. Trotzdem genießt das katholische Kirchenoberhaupt immer noch doppelt soviel Vertrauen wie die von ihm vertretene Institution. 

Imageverlust für Muslime

Der Islam und der Zentralrat der Muslime haben laut dem jüngsten "Vertrauens-Ranking" der Meediengruppe RTL im vergangenen Jahr einen deutlichen Imageverlust hinnehmen müssen.  Unter 26 "nicht-politischen" und "gesellschaftlich relevanten" Institutionen landet der Zentralrat mit einem Minus von 15 Prozentpunkten im Vergleich zu 2016 auf Rang 23. Nur 13 Prozent der Befragten erachten ihn demnach als vertrauenswürdig. Beim Islam sind es mit 9 Prozent sogar 16 Prozentpunkte weniger als 2016. Das bedeutet Rang 24. Dahinter liegen Manager mit 6 Prozent und Werbeagenturen mit 5 Prozent. Für die niedrigen Vertrauenswerte von Islam und Zentralrat macht forsa-Chef Manfred Güllner islamistisch motivierte Terroranschläge verantwortlich.

Dem Zentralrat der Juden schenkten 37 Prozent der Befragten ihr Vertrauen, drei Prozentpunkte weniger als 2016. An der Spitze des "Vertrauens-Rankings" stehen Polizei, Universitäten, Ärzte und der eigene Arbeitgeber. Die Medien in Gestalt von Radio, Presse und Fernsehen mussten jeweils 4 Prozentpunkte Verluste hinnehmen. Dem Radio vertrauen der Umfrage zufolge 56 Prozent der Deutschen (Platz 8), die Presse kommt auf 40 Prozent (Platz 15), das Fernsehen auf 28 Prozent (Platz 17).

Große Unterschiede zwischen Ost und West

Die Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL fand zwischen dem 15. und 20. Dezember statt, 2.307 Menschen nahmen daran teil. Zwischen Ost- und Westdeutschen habe es zum Teil erhebliche Unterschiede gegeben, heißt es. Besonders treffe das bei dem Urteil über die Kirchen und den Papst sowie über die Medien zu. So schenken nur 13 Prozent der Ostdeutschen der katholischen Kirche ihr Vertrauen; bei den Westdeutschen sind es 30 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der evangelischen Kirche mit 34 Prozent Vertrauen bei den Ostdeutschen und 50 Prozent bei den Westdeutschen. Der Papst genießt den Angaben zufolge bei 40 Prozent der Ostdeutschen Vertrauen - im Gegensatz zu 57 Prozent bei den Westdeutschen.

Das geringe Vertrauen der Ostdeutschen in die Kirchen erklärt der Politikpsychologe Prof. Thomas Kliche mit der fehlenden Bindung an diese Institution: "Von Kirche haben die allermeisten Ostdeutschen praktisch keine Vorstellung mehr", erläuterte der Wissenschaftler von der Hochschule Magdeburg-Stendal. In Sachsen-Anhalt zum Beispiel seien gerade noch 17 Prozent der Bevölkerung in einer Glaubensgemeinschaft. "Je weniger man aber eine Sache, Personen oder Gruppen kennt, desto leichter entwickelt man Vorurteile, zeigt die Sozialpsychologie."

Wenig Vertrauen in Medien

Im Medienbereich trauen den Angaben zufolge 41 Prozent der Ostdeutschen dem Radio (Westdeutsche: 59 Prozent), 27 Prozent der Presse (Westdeutsche: 43 Prozent) und 16 Prozent dem Fernsehen (Westdeutsche: 30 Prozent). Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) sprach in einer ersten Reaktion von dramatischen Ergebnissen. Vor allem in Ostdeutschland müsse vermehrt in Aufklärung, Bildungsarbeit und Vermittlung von Medienkompetenz investiert werden, forderte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall.

(KNA, dpa)

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