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29.12.2017

Schiewerling sieht Bischöfe in der Pflicht "Kirche muss sich mehr mit Politik beschäftigen"

Kirche und Politik schließen sich nicht aus, so der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling. Von den Kirchen forderte er, sich mehr mit Politik zu beschäftigen. Gerade Bischöfe sollen deutlicher Stellung beziehen.

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling hat die katholische Kirche aufgefordert, sich mehr mit Politik zu beschäftigen. Die geistige Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen müsse in der Kirche eine höhere Priorität haben, sagte er dem Münsteraner Internetportal kirche-und-leben.de (Freitag). "Es kommt darauf an, unsere Positionen einzubringen", so der ehemalige Vorsitzende des Kardinal-Höffner-Kreises, eines Zusammenschlusses vorwiegend katholischer Abgeordneter in der Unionsfraktion.

Aus Schiewerlings Sicht sind insbesondere die Bischöfe gefragt. Wenn sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken oder die katholischen Verbände äußerten, habe dies nicht dasselbe Gewicht wie ein Statement von Bischöfen.

Schiewerling rief außerdem dazu auf, das Wissen über die katholische Soziallehre wiederzubeleben. "Wir müssen uns über unsere katholischen Akademien, über unsere Lehrstühle für katholische Soziallehre und christliche Gesellschaftslehre noch stärker als bisher darüber Gedanken machen, wie wir denn die Politik erreichen." Die christliche Soziallehre müsse nicht nur parteipolitisch wirksam werden, sondern auch in der Gesellschaft. Dies betreffe zum Beispiel die Frage der Chancen- und Teilhabegerechtigkeit für Kinder aus einem sozial schwierigen Milieu.

Zur Person: Karl Schiewerling 

Der in Nottuln (Kreis Coesfeld) lebende CDU-Politiker war von 2005 bis 2017 Bundestagsabgeordneter und arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Der Industrie- und Personalfachkaufmann war Verbandssekretär des KKV-Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, Bundessekretär des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und Diözesansekretär des Kolpingwerkes in Münster.

(KNA)

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