Zahlreiche Menschen gedenken auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin den Anschlags-Opfern
Zahlreiche Menschen gedenken auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin den Anschlags-Opfern
Terroranschlag in Berlin: Polizisten und Rettungskräfte vor der Gedächtniskirche in Berlin
Terroranschlag in Berlin: Polizisten und Rettungskräfte vor der Gedächtniskirche in Berlin
Trauer am Berliner Breitscheidplatz
Trauer am Berliner Breitscheidplatz

20.12.2017

Gedenken an Terroropfer in Berlin endet mit Friedensgebet "Tag der Trauer und des Willens"

Mit einem ökumenischen Friedensgebet in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und einer Kundgebung um das Gotteshaus ist am Dienstagabend in Berlin das Gedenken an die Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz zuende gegangen.

Um 20.02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags auf den dortigen Weihnachtsmarkt vor einem Jahr, läutete die große Glocke der Gedächtniskirche zwölf Minuten lang, jeweils eine Minute für jeden Toten des Anschlags. Ihre Namen wurden vor den schätzungsweise mehr als 1.000 Teilnehmern verlesen. Der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer, hob hervor, dass auf rund 80 Weihnachtsmärkten bundesweit ebenfalls am Abend der Anschlagsopfer gedacht wurde. Der Marktbetrieb am Breitscheidplatz ruhte den Tag über.

Begonnen hatten die Gedenkveranstaltung am Dienstagmorgen mit einer interreligiösen Andacht ebenfalls in der Gedächtniskirche. Daran nahmen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vertreter der Religionsgemeinschaften, Hinterbliebene der zwölf Todesopfer, Verletzte des Anschlags mit Angehörigen sowie Polizisten und Sanitäter teil, die nach dem Anschlag geholfen hatten.

Gedenkzeichen soll an Opfer erinnern

Anschließend weihte Bundesratspräsident Michael Müller das Gedenkzeichen ein, einen rund 14 Meter langen, goldfarbenen Riss im Asphalt. Zudem sind auf den Treppenstufen der Gedächtniskirche die Namen der zwölf Toten angebracht.

"Wir trauern um zwölf Menschen aus Deutschland, aus Polen, Tschechien und der Ukraine, aus Israel und Italien, um Frauen und Männer, die in Berlin lebten, ihrer Arbeit nachgingen oder hier zu Besuch waren", sagte Steinmeier. "Ich will Ihnen versichern: Wir lassen Sie mit alldem nicht allein." Der Bundespräsident räumte Fehler der Politik ein: "Zur Wahrheit gehört auch, dass manche Unterstützung spät kam und unbefriedigend blieb." Weiter sagte Steinmeier: "Unsere Haltung muss sein: Dieser Anschlag hätte nie passieren dürfen. Und ja, es ist bitter, dass der Staat Ihre Angehörigen nicht schützen konnte."

"Tag des Willens, das, was nicht gelaufen ist, besser zu machen"

In einem offenen Brief an die Kanzlerin hatten sich die Hinterbliebenen über mangelnde Unterstützung beklagt. Merkel hatte am Montag rund 80 Opfer und Hinterbliebene im Bundeskanzleramt empfangen. Sie sprach am Rande der Gedenkstunde von einem "schonungslosen Gespräch", das drei statt der dafür angesetzten zwei Stunden dauerte. "Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gelaufen ist, besser zu machen."

Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch mahnte, die Tat und ihre Folgen nicht zu verdrängen. "Geben wir noch Raum für die Toten, für ihre Gesichter und ihre Botschaft?", fragte er.

Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge erinnerte an "das Dunkel, das sich durch die Tat eines Fanatikers über uns gelegt hat". Die durch den Anschlag ums Leben Gekommenen "wollten nur einen Weihnachtsmarkt besuchen und wurden Opfer eines Angriffs, der uns alle treffen sollte, unser Land, unseren Staat, unser freiheitliches Leben".

(KNA)

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