Eine schwangere Frau
Diskussion um Abtreibungsgesetze in Polen

24.10.2017

Diskussion um Schwangerschaftsabbruch in Polen 400.000 fordern liberalere Gesetzgebung

​In Polen geht der Kampf um eine Änderung des Abtreibungsgesetzes in eine neue Runde. Eine Initiative übergab dem Parlament nach eigenen Angaben mehr als 400.000 Unterschriften für eine legale Abtreibung in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen.

Für eine Beratung von Gesetzentwürfen im Sejm müssen Volksinitiativen mindestens 100.000 Unterschriften sammlen. Die Initiative "Lasst uns die Frauen retten" ist eine Reaktion auf Pläne der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) zur Verschärfung des Abtreibungsgesetzes.

Ministerpräsidentin Beata Szydlo hatte vergangene Woche angekündigt, sie werde im Parlament selbstverständlich für ein Verbot von "eugenischen Abtreibungen" stimmen. In der PiS-Fraktion finde die entsprechende Volksinitiative, für die ein Bürgerkomitee aktuell Unterschriften sammelt, sehr viel Unterstützung.

Schärfere Gesetze geplant

In Polen sind Schwangerschaftsabbrüche bislang in drei Fällen erlaubt: wenn die Gesundheit der Frau gefährdet ist, wenn sie vergewaltigt wurde oder wenn eine irreversible schwere Schädigung des Fötus festgestellt wurde. Bürgerinitiativen und die katholische Kirche engagieren sich für einen Gesetzentwurf, der Abtreibungen von ungeborenen Kindern mit Behinderungen verbietet. Für die Unterschriftenaktion wirbt unter anderen der Krakauer Erzbischof Marek Jedraszewski.

Nach massiven Protesten von Frauen hatten die Abtreibungsgegner vor einem Jahr überraschend eine Niederlage einstecken müssen. Das Parlament lehnte damals mit großer Mehrheit das von einer Volksinitiative geforderte Verbot von Abtreibungen bei Gesundheitsgefahr für die schwangere Frau sowie bei einer unheilbar schweren Schädigung des Fötus ab.

2016 wurden in Polen nach Regierungsangaben 1.098 legale Schwangerschaftsabbrüche registriert. In 1.042 Fällen davon entschied sich die Frau wegen des Ergebnisses der pränatalen Untersuchung zur Abtreibung, wie aus der Statistik das Gesundheitsministeriums hervorgeht.

(KNA)

Kölner Ministrantenwallfahrt 2018

Rund 2.400 Messdienerinnen und Messdiener aus dem Erzbistum Köln besuchen zur diesjährigen Ministrantenwallfahrt Rom. Noch bis 20. Oktober wollen sie unter dem Motto "Felsenfest" ihren Glauben stärken.

DOMRADIO.DE auch auf Alexa

Gottesdienste, Nachrichten und das Evangelium – jetzt täglich auch auf Ihrem Echo und Echo Show!

DOMRADIO in Berlin und Brandenburg

Ab sofort auf DAB+ auch in Berlin und Brandenburg: Das Kölner DOMRADIO!

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Mit Willibert in die Heilige Stadt

Im November 2019 ist es soweit: Erkunden Sie das ehrwürdige Rom auf dieser Pilgereise mit dem Rom-Kenner Willibert Pauels, Karnevalsfreunden und DOMRADIO.DE Besuchern auch bekannt als "ne Bergische Jung"!

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 17.10.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO Der Morgen

10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz
  • Papst grüßt deutsche Pilger
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz
  • Papst grüßt deutsche Pilger
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen