Symbolbild Religionsunterricht
Symbolbild Religionsunterricht

12.07.2017

Luxemburg schafft Religionsunterricht ab Jesus verschwindet vom Lehrplan

Luxemburg schafft den konfessionellen Religionsunterricht in den Schulen ab. Ab dem kommenden Schuljahr wird es nach dem Wegfall an den weiterführenden Schulen auch in Grundschulen keinen entsprechenden Unterricht mehr geben.

Dort werde ein neutraler Werteunterricht angeboten, wie das Parlament des Großherzogtums am Dienstagabend nach einer intensiven Debatte entschied. An den weiterführenden Schulen hatte das neue, für alle Kinder verpflichtende Fach "Leben und Gesellschaft" bereits im vergangenen Sommer den Religionsunterricht ersetzt.

Wahl des Fachs entfällt

Die bisher beim Erzbistum angestellten Religionslehrer konnten sich in den vergangenen Monaten mit Weiterbildungskursen für das neue Fach qualifizieren. Sie erhielten zudem die Möglichkeit, vom Bildungsministerium als Lehrer für das neue Fach übernommen zu werden. Jahrzehntelang hatten Schüler im Großherzogtum zwischen dem Religions- und einem konfessionslosen Moralunterricht wählen können.

Der Abgeordnete der die Regierung anführenden liberalen Partei DP, Claude Lamberty, verteidigte das Gesetz mit der Vision einer religionsneutralen Schullandschaft. "Wir wollen eine Schule, die unsere Schüler nicht trennt, wenn es um die großen Lebensfragen geht.

Wir wollen den Dialog zwischen den Lebens- und Glaubensauffassungen schaffen." Kinder sollten sich ihren eigenen Wertekanon aufbauen können.

Stärkere Trennung im Staat-Kirche-Verhältnis angestrebt

Die christlich-soziale Oppositionspartei CSV lehnte den Gesetzentwurf ab und sprach sich dafür aus, dass Eltern weiter zwischen Religions- und Werteunterricht wählen können sollten. "Wir sind und bleiben der Meinung, dass der Wunsch der Eltern respektiert werden muss", sagte CSV-Generalsekretär Laurent Zeimet.

Die seit 2013 amtierende Regierung Xavier Bettels strebt eine stärkere Trennung im Staat-Kirche-Verhältnis an. Die Kultusgemeinschaften erhalten nach einem Abkommen von 2015 sukzessive weniger finanzielle Unterstützung vom Staat. Neu eingestellte Kultusdiener müssen künftig von den Kirchen und Glaubensgemeinschaften statt vom Staat bezahlt werden. Umstritten ist die Zusammenführung des lokalen Kirchenvermögens in einem Fonds. In dem traditionell katholischen Großherzogtum bekennen sich nur noch rund 40 Prozent der Bevölkerung zur Kirche.

(KNA)

Nachrichten-Video

Zum Video:
Samstag, 17.02.2018

Video, Samstag, 17.02.2018:Wochenrückblick Christliche Nachrichten

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 18.02.
06:00 - 10:00 Uhr

Der Sonntag

07:20 - 07:20 Uhr

WunderBar

07:50 - 07:55 Uhr

Wort des Bischofs

08:10 - 08:55 Uhr

Die SonntagsFrage

09:40 - 09:45 Uhr

Kirche2Go

10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

Der Sonntag

  • Fastenzeit - Gab es die schon immer?
  • Embassy of Trees am Kölner Dom
  • Asche, Kirchenstäuben, Werden und Vergehen
  • Kunst zur Fastenzeit: Fermate
  • 1. Sonntag der Fastenzeit
10:00 - 12:00 Uhr

Gottesdienst

11:00 - 16:00 Uhr

Der Sonntag

  • Fastenzeit - Gab es die schon immer?
  • Embassy of Trees am Kölner Dom
  • Asche, Kirchenstäuben, Werden und Vergehen
  • Kunst zur Fastenzeit: Fermate
  • 1. Sonntag der Fastenzeit
12:40 - 12:45 Uhr

WunderBar

16:00 - 17:00 Uhr

DOMRADIO.DE Bibel

17:00 - 18:00 Uhr

Menschen

17:00 - 18:00 Uhr

Menschen

18:00 - 20:00 Uhr

Der Abend

19:50 - 19:55 Uhr

Wort des Bischofs

20:00 - 22:00 Uhr

Musica

  • Musik zur Fastenzeit von Orlando di Lasso, Jan Sweelinck und Johann Sebastian Bach.
00:00 - 06:00 Uhr

Nachtportal

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar