Totenmesse für Helmut Kohl in der Hedwigskathedrale
Totenmesse für Helmut Kohl in der Hedwigskathedrale
Trauer um Helmut Kohl
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Domherrenfriedhof des Bistums Speyer
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27.06.2017

Berliner Totenmesse für Altkanzler Kohl Abschied in drei Akten

Totenmesse in der katholischen St. Hedwigs-Kathedrale: In einem Gedenkgottesdienst haben Kirchenvertreter und Politiker fraktionsübergreifend den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl und sein politisches und menschliches Erbe gewürdigt.

Wenige Tage vor dem offiziellen Trauerzeremoniell in Straßburg und Speyer haben am Dienstag in Berlin zahlreiche Bundesminister und Abgeordnete aus allen Fraktionen mit einer Totenmesse Abschied von Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) genommen. Zu dem Gottesdienst in der katholischen St. Hedwigs-Kathedrale kamen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU).

Bei einer Totenmesse von Bundestagsabgeordneten für den gestorbenen Altkanzler Helmut Kohl in Berlin hat der Geistliche der zerstrittenen Familie Kohl Versöhnung gewünscht. "Wir wünschen uns allen, dass sie untereinander Versöhnung und Frieden erfahren", sagte Prälat Karl Jüsten in seiner Predigt am Dienstagmorgen. Die Verwandten von Helmut Kohl hätten ein unterschiedliches Bild vom Altkanzler. Außenstehende sollten sich aber bei einer Bewertung der Umstände zurückhalten. Er habe eine "weitherzige Katholizität" des gestorbenen Altkanzlers Helmut Kohl gewürdigt. Auch die Liebe zu seiner evangelischen Frau Hannelore habe ihn angetrieben, "ein gutes Miteinander der Kirchen und der Christen einzufordern", sagte Jüsten

Kohls Vision

Der Vorsitzende der Unionsfraktion Volker Kauder würdigte Altbundeskanzler Kohl als großen Europäer und deutschen Patrioten. Patriot zu sein bedeute in heutiger Zeit, Europäer zu sein, sagte Kauder. Die "vielleicht größte Vision" Kohls und seiner Generation sei ein Europa ohne Grenzen und in Frieden. Diese Leistung einer ganzen Generation gelte es zu bewahren: "Wir verneigen uns vor dem großen Lebenswerk Helmut Kohls".

Erzbischof Heiner Koch sagte, mit dem Gedenkgottesdienst werde ein Zeichen der Verbundenheit und des Glaubens gesetzt. Das ehemals geteilte Erzbistum Berlin wisse, was es dem Europäer und Katholiken Kohl zu verdanken habe. Prälat Karl Jüsten, der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, ging in seiner Predigt auf den Glauben des Katholiken Kohl ein. Er habe ihm in schwierigen Entscheidungssituationen den Mut zum Handeln gegeben. Mit Blick auf die zerstrittene Familie Kohl wünschte er den Angehörigen Versöhnung und Frieden.

Überschattet vom Streit

Die Totenmesse war von der Unionsfraktion initiiert worden. Damit sollte dem Wunsch vieler Abgeordneter entsprochen werden, auch in der Bundeshauptstadt im Rahmen einer kirchlichen Feier Kohls zu gedenken. Für den CDU-Politiker, der von 1982 bis 1998 Bundeskanzler war und die deutsche Einheit vorantrieb, wird es am Samstag erstmals einen europäischen Trauerakt im Europäischen Parlament Straßburg geben. Anschließend soll der Leichnam in Speyer beigesetzt werden. Kohl war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren in seiner Geburtsstadt Ludwigshafen gestorben.

Die Vorbereitungen der Trauerzeremonien werden überschattet von heftigen Streitigkeiten zwischen der Witwe Maike Kohl-Richter und Kohls Sohn Walter. Ihr Verhältnis gilt seit langem als angespannt.

(epd, dpa, KNA)

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