Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles

30.05.2017

Bundesarbeitsministerin Nahles ruft zum Zusammenhalt auf "Populisten schüren Angst vor Veränderung"

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat zum Zusammenhalt der Gesellschaft aufgerufen. Die Populisten versuchten einen Keil in die Gesellschaft zu treiben, erklärte Nahles am Mittwochabend bei der Verabschiedung von Caritas-Generalsekretär Cremer.

Populisten schürten Angst, "die offensichtlich bei vielen Menschen da ist", so die Ministerin. Mit dem Flüchtlingszuzug sei bei vielen die Furcht gewachsen, "etwas zu verlieren - Identität, Wohlstand, Chancen. Im Grund aber schlichtweg: Angst vor Veränderung". Nahles äußerte sich beim Jahresempfang der Caritas. Sie würdigte die Kampagne des Hilfswerkes "Zusammen sind wir Heimat". Damit setze der Verband einen "Kontrapunkt". Die Formel drücke aus, dass Heimat mit anderen Menschen entstehe, "in der Gemeinschaft und sich dabei auch verändert", meinte die Politikerin.

Sie lobte zudem den scheidenden Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, Georg Cremer. Er habe stets staatliches und kirchliches Engagement "gemeinsam" gedacht, "und nicht etwa als Konkurrenz". Der 65-Jährige geht nach 17 Jahren in den Ruhestand. Er verantwortete seit dem Jahr 2000 den Bereich Sozialpolitik im Vorstand des größten deutschen Sozialverbands. Seine Nachfolgerin wird Eva Maria Welskop-Deffaa, die von der Gewerkschaft Verdi in den Caritas-Vorstand wechselt.

Caritas-Präsident: "Vielfalt ist zum Normalfall geworden"

Caritas-Präsident Peter Neher betonte in seiner Ansprache, Deutschland habe sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Einwanderungsgesellschaft entwickelt. Vielfalt sei zum Normalfall geworden, mit deren Chancen und Herausforderungen sich die gesamte Gesellschaft beschäftigen müsse. Dies erschöpfe sich aber nicht in Benimm-Regeln, sondern dazu gehörten auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Meinungs- und die Pressefreiheit, eine plurale Gesellschaft und die Freiheit der Religion. Zusammenleben in Vielfalt bedeute auch Konflikte und Differenzen miteinander auszutragen und "dies auf Basis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung".

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern unter anderem für die Flüchtlingshilfe. "Noch leben in Berlin über 13.000 Menschen in Notunterkünften, aber Gott sei Dank sind die Turnhallen seit Ende März freigezogen", so Koch. Das "Berliner Chaos" habe etwas abgenommen, aber nun gebe es viele Herausforderungen der Integration. Viele Geflüchtete hätten keine gute Bleibeperspektive. Es sei trotzdem wichtig, sie für diese Zeit zu begleiten.

(KNA)

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