Manfred Rekowski
Manfred Rekowski

14.05.2017

Manfred Rekowski zur Wahl in NRW "Das zeigt, dass die Demokratie gewonnen hat"

Als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland hat Manfred Rekowski mit Spannung die Wahl verfolgt und freut sich über die hohe Wahlbeteiligung. Mit der neuen Regierung werde die evangelische Kirche einige Themen besprechen. Ein Interview.

domradio.de:  Mit einem Augenzwinkern: Mit Hannelore Kraft hatten wir eine evangelische Landeschefin, Armin Laschet ist katholisch. Macht es die Zusammenarbeit schwerer oder einfacher?

Manfred Rekowski (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland): Ökumene können wir. Das wird also überhaupt kein Problem sein, wir haben auch schon immer gute Kontakte zu Armin Laschet und den Katholiken, die in der Politik aktiv sind. Das ist also kein Problem.

domradio.de: Was bedeutet es für die Evangelische Kirche im Rheinland, dass wir nun mit Armin Laschet in Nordrhein-Westfalen einen Ministerpräsidenten haben, der das C im Parteinamen trägt?

Rekowski: Wir arbeiten mit allen Landesregierungen, egal welcher politischen Richtung, gut und vertrauensvoll zusammen. Das wird selbstverständlich unter einer CDU-geführten Regierung mit Armin Laschet genauso sein. Wir werden das einbringen, das wir in unserem Wahlaufruf aus Kirchen auch formuliert haben: Dass es um den Zusammenhalt der Gesellschaft geht, dass wir in der Tat gucken müssen, wie wir es in der Bildungspolitik schaffen, allen gute Chancen zu bieten. Die KiTa-Frage, wie finanzieren wir Kindertagesstätten, ist sicher ein wichtiges Thema. Wir werden da in einen konstruktiven Dialog eintreten.

domradio.de: Die Wahlbeteiligung in NRW liegt deutlich über dem Niveau der letzten Landtagswahl. Bestätigt das den Aufruf der Kirchen, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen?

Rekowski: Ich finde, das zeigt, dass die Demokratie gewonnen hat und dass sich mehr Menschen als bei der letzten Landtagswahl einmischen. Dass sie sagen: "Ich will mitgestalten, ich will mich zu Wort melden." Ich finde, das ist ein wirklich gutes Ergebnis und sehr erfreulich. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche haben gemeinsam aufgerufen zur Wahl zu gehen. Über diese Entwicklung bin ich also sehr erfreut.

domradio.de: Trotzdem werden wir mit der AfD wohl eine populistische Partei im NRW-Landtag haben. Trügt das die Freude?

Rekowski: Es ist nicht meine Aufgabe, Wählerinnen und Wähler zu kritisieren. Circa 7,5 Prozent der Wähler haben die AfD gewählt. Nun muss sich zeigen, ob sich die Partei weiterhin als eine Protestbewegung versteht, oder ob sie sich konstruktiv in die Politik einmischen wird. Problematisch wäre allerdings, wenn in der AfD weiterhin die Stimmen den Ton angeben, denen es nicht um den Zusammenhalt, sondern um die Spaltung der Gesellschaft geht. Das finde ich, würde unserem Land nicht gut tun. 

Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

(dr)

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