Demonstrantin in Venezuela
Demonstrantin in Venezuela

27.04.2017

Venezuelas Oppositionsführer hofft auf mehr Hilfe vom Papst "Das erbitte ich von Herzen"

Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles wünscht sich mehr Einsatz von Papst Franziskus für eine Lösung des Konflikts in Venezuela. "Das erbitte ich von Herzen", sagte Capriles der Tageszeitung "La Nacion".

Er wisse, dass es in der Welt Länder mit noch größeren Problemen gebe; Venezuela sei jedoch derzeit das am stärksten krisengeschüttelte Land Lateinamerikas. Nun breite sich das Problem auch auf andere Länder aus, denn Millionen Venezolaner suchten in der Region Zuflucht. "Aber wie viele Venezolaner können Kolumbien, Peru und Argentinien aufnehmen?" Derzeit hätten sich bereits zwei Millionen Migranten auf den Weg gemacht. Argentinien könne nicht 500.000 Venezolaner aufnehmen, Kolumbien nicht eine Million.

Kontakt über Kardinalstaatssekretär Parolin

Der Kontakt mit dem Vatikan laufe nicht direkt über das Kirchenoberhaupt aus Argentinien, sondern über Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, den Capriles noch aus dessen Zeit als Nuntius in Venezuela kenne. Zudem verwies Capriles auf die jüngsten Appelle venezolanischer Bischöfe, die demokratischen Grundrechte zu verteidigen. "Die Venezolanische Bischofskonferenz war in ihrer Petition sehr deutlich", so Capriles.

Venezuela wird seit mehr als drei Jahren von einer schweren Versorgungskrise und politischen Spannungen erschüttert. Die Opposition wirft der Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro vor, für die katastrophale Versorgungslage und die Unterdrückung demokratischer Grundrechte verantwortlich zu sein.

Bisherige Gespräche verliefen im Sande

Die jüngste Protestwelle entzündete sich an dem gescheiterten Versuch der Justiz, das Parlament zu entmachten, in dem die Opposition die Mehrheit hat, sowie einem Berufsverbot für Oppositionsführer Capriles. Die Regierung hatte jüngst eine weitere Aufrüstung regierungsnaher Milizen angekündigt. Jedes Mitglied erhalte ein Gewehr versprach Maduro, es gelte die Revolution zu radikalisieren.

Der Vatikan hatte vor wenigen Wochen versucht, zwischen beiden Seiten zu vermitteln, die Gespräche verliefen allerdings im Sande.

Am Mittwoch (Ortszeit) kündigte Venezuela zudem an, die Organisation Amerikanischer Staaten zu verlassen. Der Staatenbund hatte die venezolanische Regierung wiederholt zur Mäßigung aufgerufen und rechtsstaatliche Strukturen angemahnt.

(KNA)

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