Jeff Sessions und Donald Trump
Jeff Sessions und Donald Trump

10.01.2017

Nationaler Kirchenrat der USA kritisiert Trumps Personal Unterstützung von Rassisten

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am 20. Januar kritisiert der Nationale Kirchenrat der USA (NCC) dessen Personalvorstellungen. Es handle sich um Vertreter "einer vergangenen Zeit des Hasses", heißt es. 

Insbesondere die Wahl Jeff Sessions zum Justizminister, Stephen Bannons zum Chef-Strategen und Michael Flynns zum Nationalen Sicherheitsberater seien überaus fragwürdig, erklärte das Gremium, in dem sich 38 protestantische und orthodoxe Kirchen zusammengeschlossen haben, in einer am Montag (Ortszeit) in Washington veröffentlichten Erklärung über die Besetzung zentraler Kabinettspositionen.

Es handle sich um Vertreter "einer vergangenen Zeit des Hasses, die wir verurteilt haben und an deren Überwindung wir unermüdlich arbeiteten", heißt es weiter. Ausdrücklich werfen die Kirchenvertreter den genannten Personen vor, "Rassisten, Anti-Semitismus, weiße Vorherrschaft, Fremdenfeindlichkeit und anti-muslimische Ideologien" zu unterstützen. Dies disqualifiziere die Kandidaten für ihre Ämter.

Extreme Ansichten 

Weiter heißt es in der Erklärung, einige der designierten Kabinettsmitglieder verträten extreme Ansichten, "die nicht mit den moralischen Vorstellungen christlicher Prinzipien übereinstimmen, seinen Nächsten zu lieben". In dem Brief warnen die Führer der 45 Millionen Christen, die unter dem Dach der NCC organisiert sind, außerdem davor, die Einführung einer Allgemeinen Krankenversicherung (ACA) wieder rückgängig zu machen. Die ersatzlose Abschaffung von "Obamacare" treffe vor allem die Schwächsten der Gesellschaft.

Donald Trump hatte bei seiner Wahl vor allem bei den Evangelikalen große Mehrheiten gewonnen. Unter weißen Katholiken lag er nur knapp vorn. Das Schreiben des NCC wird von Beobachtern als Indiz der Spaltung zwischen traditionellen Protestanten und Orthodoxen und der christlichen Rechten gesehen. Zu den Kritikern in dem offenen Brief gehört übrigens auch die Presbyterian Church, der Donald Trump angehört. Die katholische Kirche der USA gehört dem NCC nicht an.

 

 

 

(KNA)

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