Katholischer Prälat will AfD keine politische Verantwortung geben

"Ein Christ kann dort nicht zu Hause sein"

Parteiprogramm, Äußerungen und Verhalten der AfD zeigen dem Leiter des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, dass ein Christ dort nicht zu Hause sein könne. Das sagte er der Online-Ausgabe der "Frankfurter Rundschau".

Karl Jüsten / © Harald Oppitz (KNA)
Karl Jüsten / © Harald Oppitz ( KNA )

"Was die AfD angeht, so sprechen viele Gründe vom Parteiprogramm über Äußerungen der Parteifunktionäre bis hin zu deren Verhalten dafür, dass ein Christ dort nicht zu Hause sein kann", sagte er der Online-Ausgabe der "Frankfurter Rundschau" am Dienstag. Gleichwohl sei die AfD eine zugelassene Partei und habe das Recht, zu Wahlen anzutreten. Es sei die Verantwortung jedes einzelnen, ob er dieser Partei seine Stimme gibt.

"Wenn man die Reaktionen führender AfD-Politiker auf den grausamen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt betrachtet, dann drängen sich mit Blick auf das Menschenbild und den seriösen Umgang dieser Partei mit Problemen grundlegende Zweifel auf", sagte Jüsten, der der Deutsche Bischofskonferenz bei Bundestag und Bundesregierung vertritt. "Politische Verantwortung möchte man in solche Hände nicht legen", fügte der Prälat hinzu.


Quelle:
epd