Patriarch Kyrill I. und der russische Präsident Wladimir Putin
Patriarch Kyrill I. und der russische Präsident Wladimir Putin

19.10.2016

Pariser orthodoxes Zentrum öffnet ohne Putin und Kyrill I. Prestigebau an der Seine

Nach jahrelanger Planungs- und Bauzeit öffnet am Mittwoch in Paris das neue orthodoxe Zentrum seine Pforten. Wegen politischer Spannungen zwischen Frankreich und Russland kommen aber weder Präsident Putin noch Patriarch Kyrill I.

Diese sagten ihren geplanten Frankreich-Besuch und damit auch die Weihe der Dreifaltigkeitskathedrale ab. Aus der Umgebung des Patriarchen wurde der 4. Dezember als möglicher neuer Termin für einen Paris-Besuch genannt. Zuletzt hatte es massive Differenzen zwischen Russland und Frankreich über den Syrien-Konflikt gegeben. Beide UN-Vetomächte lehnten im Weltsicherheitsrat gegenseitig Resolutionsentwürfe ab.

Kulturell-religiöses Zentrum

Die Kathedrale, deren Weihe nun aufgeschoben wurde, ist Teil eines neuen, vom Kreml finanzierten kulturell-religiösen Zentrums am Seine-Ufer. Die goldenen Kuppeln der Kathedrale des Moskauer Patriarchats, für dessen Errichtung Moskau laut Medienberichten rund 100 Millionen Euro investierte, dominieren den Quai Branly in der Nähe des Eiffelturms.

Die Bauarbeiten auf dem mehr als 4.000 Quadratmeter großen Areal am Seine-Ufer hatten im März 2014 begonnen. Die Pläne für den Prestigebau stammen von dem Pariser Architekten und Stadtplaner Jean-Michel Wilmotte. Neben der Kathedrale entstand ein Gemeindezentrum mit Unterkünften für Priesterseminaristen, eine Schule für 150 Kinder sowie ein Kulturzentrum.

Mehrere russisch-orthodoxe Kirchen in Paris

In der unmittelbaren Nachbarschaft am Quai Branly befinden sich auch Dienststellen des Elysee-Palastes. In französischen Medien hatte es nach einem Bieterwettstreit um das Filet-Grundstück Spekulationen gegeben, Russland habe das höchste Gebot aufgrund von Insider-Informationen abgeben können, nachdem sich die damaligen Präsidenten Dmitri Medwedew und Nicolas Sarkozy vorab verständigt hätten. Frankreich dementierte das. Der Mitbieter Saudi-Arabien wollte auf dem Gelände eine Moschee errichten.

In Paris gibt es bereits mehrere russisch-orthodoxe Kirchen. Bis auf eine sind diese jedoch nicht dem Moskauer Patriarchat, sondern dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel unterstellt. Historischer Hintergrund ist die Spaltung der russisch-orthodoxen Kirche nach der Oktoberrevolution 1917, als sich die vor den Kommunisten geflohenen Exilrussen Konstantinopel unterstellten.

(KNA)

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