Gastgeberstadt des Katholikentags: Leipzig von oben
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Wer wird Nachfolger/in von Bundespräsident Joachim Gauck?
Bundespräsident Joachim Gauck

18.05.2016

Vor dem Beginn des Katholikentags in Leipzig Gauck erhofft sich gesellschaftliche Impulse vom Katholikentag

Bundespräsident Joachim Gauck hat den Katholikentag als lange und gute Tradition des gesellschaftlichen Engagements von Christen gewürdigt. Er erhofft sich auch gedankliche Anstöße, die die Gesellschaft insgesamt betreffen.

"Ich hoffe, dass das Motto 'Seht, da ist der Mensch' für viele zu einem Impuls wird, den Menschen in seiner Freiheit wie in seiner Begrenztheit, in seiner Verantwortung für sich, für Gesellschaft und Schöpfung zu erkennen", sagte Gauck in einem Interview der Verlagsgruppe Bistumspresse.

Das Treffen könne "wichtige Themen setzen und die Haltung von Verantwortungsbereitschaft, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit und Solidarität unter den Menschen festigen und fördern", so Gauck in dem Gespräch, das am kommenden Sonntag in vielen deutschen Bistumszeitungen veröffentlicht wird. Das Staatsoberhaupt äußerte sich anlässlich des 100. Katholikentags in Leipzig, der kommende Woche beginnt.

Lob für Flüchtlingsarbeit

Gauck lobte zugleich die Rolle der Christen bei der Aufnahme der Flüchtlinge. Das Engagement beruhe auf christlichen Werten und auf langjährigen Traditionen wie Nächstenliebe und -hilfe, biblischer Gastfreundschaft und ökumenischer wie interreligiöser Begegnung. "Für unsere Demokratie und unser Gemeinwesen ist das wichtig, denn beide leben davon, dass sich möglichst viele Menschen aufgrund ihrer persönlichen Werteorientierungen und Überzeugungen in die gesellschaftlichen Prozesse und politischen Diskussionen einbringen", so Gauck.

Mit Blick auf den Austragungsort des Katholikentages im weitgehend säkularen Leipzig verwies Gauck auf die über 40 Jahre Kommunismus und Unfreiheit, die die Menschen im Osten Deutschlands tief geprägt hätten. "Die gesellschaftliche und soziale Kraft der Kirchen konnte sich nicht weit genug entfalten und auch nicht frei wirken".

Nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung stand die Gesellschaft den Worten von Gauck zufolge vor der großen Herausforderung eines gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und oft auch persönlichen Umbruchs. "Für eine Rückbesinnung auf christliche Wurzeln und ein neu erblühendes Christentum schien damals wenig Raum." Allerdings könnte möglicherweise vom Reformationsjubiläum im kommenden Jahr "eine kulturelle Wiederentdeckung der Geschichte des Christentums in diesen Regionen ausgehen".

(KNA)

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