Trockenes Rheinufer
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22.04.2016

Umweltbeauftragter bei Klima-Abkommen optimistisch "Realistische Ziele"

Die Bundesregierung will am Freitag das Pariser Klimaschutzabkommen unterzeichnen. Tobias Welz von der Stabsstelle Umweltmanagement des Erzbistums Köln erklärt domradio.de, dass die Einhaltung des Vertrags "absolut realistisch" sei. 

domradio.de: Was glauben Sie: Werden diese Klimaziele ausreichen, um uns vor dem Klimawandel zu schützen?

Tobias Welz (Erzbistum Köln) : Dazu ein klares "Ja". Bisher haben wir immer von 2-Grad Klima-Erwärmung gesprochen. Jetzt sprechen wir von dem Ziel, 1,5 Grad erreichen zu wollen. Das heißt, dass wir bis 2050 etwa 80 bis 90 Prozent der CO2-Emissionen, die wir 1990 schon hatten, reduzieren wollen. Daher ein klares "Ja". Es gilt jetzt einfach zu schauen, wieviel mehr Anstrengung wir brauchen, um viel mehr Ökovielfalt erhalten zu können. Wieviel das jetzt ist - gegenüber dem 2-Grad-Ziel - das wird der Weltklimarat bis 2018 nochmal extra festgehalten haben.

domradio.de: Das sind ja erstmal nur Absichtserklärungen. Wie realistisch ist es, dass diese Ziele eingehalten werden? 

Welz: Das ist sehr realistisch, weil im Vorfeld des Weltklimaschutzabkommens ja auch alle Staaten Bekundungen machen müssen. Was können wir tun? Was wollen wir tun? Zum anderen ist in dieser Ratifizierung eine Mindestanforderung gegeben. Es müssen mindestens 55 Staaten unterzeichnen, dass dieser Vertrag überhaupt in Kraft tritt. Und mindestens 55 Prozent der Emissionen müssen darüber abgedeckt werden. Es müssend die wirklich großen Länder dabei sein, wie Deutschland, die USA. In Deutschland wird man einen Klimaschutzplan haben, in dem konkret gesagt wird, wie man dahin kommt.

domradio.de: Das Erzbistum hat ja schon einiges in Sachen Umweltschutz getan. Worauf sind Sie denn besonders stolz?

Welz: Wir sind erstmal auf das ganze Klimaschutzkonzept stolz. Ziel ist es bis 2020  - also sehr kurzfristig – 25 Prozent der CO2-Emissionen zu reduzieren. Das ist natürlich wieder aufzugliedern in die einzelnen Bereiche. Der größte „Batzen“ ist der Bereich Energie  - also Wärme und Strom in Gebäuden. Was verbrauchen wir da, was kann man tun?  

Dann gibt es den Bereich Verkehr. Und damit ist die Frage verbunden: Wie können wir den Mobilitätsmix verändern? Wie können wir die Nutzung von öffentlichem Verkehr erleichtern – für Angestellte und Ehrenamtliche?

Ein weiteres Themenfeld ist: Wir kaufen und verkaufen hier viele Materialien. Wir wollen Kriterien bereit stellen, dass Produkte eindeutig erkennbar sind, die man kaufen soll.

domradio.de: Heißt das, die Stabsstelle Umweltmanagement schreibt eine Mail an alle Mitarbeiter: "Bitte stellen Sie die Heizung ab, wenn Sie das Büro verlassen." Oder welche organisatorischen Mittel stehen zur Verfügung?

Welz: Für die Bistumsverwaltung des Generalvikariats haben wir ein Umweltmanagementsystem eingeführt. Und da werden wir ganz gezielt aktiv und schreiben ins Portal kurz vor Weihnachten: "Bitte vergessen Sie nicht die Heizung abzustellen, wenn Sie erst im neuen Jahr wiederkommen". Aber sonst werben wir mit gezielten Aktionen, haben unsere Umweltpartner, kommen auf einzelne Kreise zu. Auch den Gemeinden versuchen wir mit guten Beispiel zu zeigen, was man tun kann. 

(DR)

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