An einer Wahlstation in Gizeh, Ägypten
An einer Wahlstation in Gizeh, Ägypten
Wahlhelfer in einer Wahlstation in Gizeh, Ägypten
Wahlhelfer in einer Wahlstation in Gizeh, Ägypten

20.10.2015

Ägyptische Bischöfe würdigen hohe Wahlbeteiligung von Christen Frauen ganz vorne

Der Sprecher der koptisch-katholischen Bischofskonferenz in Ägypten, Rafic Greiche, hat eine hohe Wahlbeteiligung der Christen bei den ägyptischen Parlamentswahlen beobachtet. Dies sagte er nach Schließung der Wahllokale am Montagabend.

Greiche äußerte sich gegenüber dem Blog des katholischen Hilfswerks missio in Aachen. "Die Christen und gerade die Katholiken wollen verhindern, dass die Islamisten und Salafisten zu viele Sitze im Parlament erobern können."

Insgesamt, so Greiche weiter, sei die Wahlbeteiligung mit 16 Prozent sehr niedrig. Dies liege zu Teilen daran, dass sich rund 5.400 Kandidaten um 500 Parlamentssitze bewerben. "Da blicken die Menschen nicht mehr durch und haben eigentlich gar keine richtige Wahl, deshalb gehen sie schlicht nicht wählen", erklärte er. Gleichwohl könne man das hohe Interesse an Bewerbern für die Parlamentssitze als positives Zeichen werten.

Vor allem die Frauen gehen wählen

Zudem lägen einzelne Wahlstationen zwischen 200 und 300 Kilometern von den Wählern entfernt. "Nicht jeder kann einfach so seine Arbeit verlassen, um zu wählen", erklärte Greiche. Auch das mindere die Wahlbeteiligung. Für die zweite Wahlrunde erhoffe er sich eine höhere Beteiligung: "Dann gibt es auch nicht mehr so viele Kandidaten." Den höchsten Anteil unter denjenigen, die tatsächlich wählten, stellten die Frauen - "mehr als ältere Leute und die Jugend", so der koptisch-katholische Priester. Dies sei bemerkenswert. Am Sonntag und Montag wurde in 14 der 27 Gouvernements gewählt.

Die Parlamentswahlen sind der letzte Schritt im Zuge der politischen Neuordnung Ägyptens nach der Absetzung des Muslimbruders Mohammed Mursi durch das Militär im Juli 2013. Das Land verfügt seit 2012 über kein Parlament. Der im Mai vergangenen Jahres mit großer Mehrheit gewählte Staatspräsident Abd al-Fattah al-Sisi regiert mit gesetzgeberischen Vollmachten. Der ursprünglich für März diesen Jahres angesetzte Urnengang war verschoben worden, nachdem das Verfassungsgericht Einwände gegen das zugrundeliegende Wahlgesetz erhoben hatte. Die ägyptischen Wahlen sind zweigeteilt. Die nächste Runde findet am 21. und 22. November statt.

(KNA)

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