Weissrusslands Staatschef Lukaschenko
Weissrusslands Staatschef Lukaschenko

12.10.2015

Orthodoxe Kirche begrüßt Wiederwahl Lukaschenkos Trotz wiederholter Demokratieverstöße

Die orthodoxe Kirche hat die Wiederwahl des weißrussischen Staatspräsidenten Alexander Lukaschenko begrüßt. Der orthodoxe Moskauer Patriarch Kyrill I. schrieb am Montag ein Glückwunschschreiben.

Er sei überzeugt, dass Lukaschenko mit seiner "reichen Erfahrung, hohen Professionalität und aufrichtigen Sorge um die Menschen" weiter eine "harmonische Entwicklung der Gesellschaft" und Wohlstand fördern werde. Der Staatschef habe ein "stabiles und effektives Führungssystem" aufgebaut und Wert auf gute Beziehungen zwischen Weißrussland und Russland gelegt.

Menschenrechtler hatten in der Vergangenheit wiederholt den Umgang der Regierung in Minsk mit Oppositionellen und politischen Gefangenen kritisiert. Die EU wirft Lukaschenko Verstöße gegen demokratische Grundrechte und wiederholte Wahlfälschung vor. Brüssel verhängte 2011 ein Einreiseverbot gegen Lukaschenko, weil nach der Präsidentenwahl 2010 mehrere Gegenkandidaten inhaftiert wurden und Minsk den Urnengang massiv manipuliert haben soll.

Der orthodoxe Minsker Metropolit Pawel betonte am Montag, Lukaschenko gehöre zu den wenigen Politikern, die unmissverständlich für den "Schutz christlicher Werte" eintreten würden. "Wir christlichen Menschen schätzen Ihre tapfere Haltung hoch und hoffen auf die Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat", schrieb das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Weißrusslands.

Der seit 1994 regierende Lukaschenko siegte bei dem Urnengang am Sonntag nach Angaben der Wahlkommission mit 83,5 Prozent der Stimmen.

Oppositionskandidatin Tatjana Korotkewitsch kam demnach auf 4,4 Prozent. Trotz Boykottaufrufen sollen an der Wahl nach offiziellen Angaben 86,8 Prozent der Stimmberechtigten teilgenommen haben.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) rügte Verstöße gegen internationale Prinzipien bei der Präsidentenwahl. Der Leiter der OSZE-Wahlbeobachtermission, Kent Harstedt, kritisierte am Montag in Minsk besonders "Missstände bei der Stimmenauszählung und Tabellierung". Weißrussland habe noch einen "langen Weg zur Erfüllung seiner demokratischen Verpflichtungen zu gehen".

Die Integrität der Wahl werde durch die "erheblichen Probleme" bei der Stimmenauszählung untergraben, so Harstedt. Die durch die Freilassung politischer Gefangener in Weißrussland geweckten Hoffnungen für die Wahl seien "größtenteils unerfüllt" geblieben. In 30 Prozent der kontrollierten Wahllokale hätten die Wahlbeobachter den Zählvorgang "negativ" bewertet. Der Leiter der Beobachtermission rief die Regierung des Landes zu grundlegenden Reformen auf.

(KNA)

Der gute Draht nach oben!

Tageskalender

Radioprogramm

  • Tageskalender
  • 21.07.
06:00 - 06:30 Uhr

DOMRADIO Morgenimpuls

06:30 - 11:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

  • Weihwasser auf Blech - der Autosegen
  • Kölner Lichter - das Spektakel mit einer gigantischen Vorbereitung
  • Mehr als ein Glockenspiel - das neue Geläut des Paderborner Doms
10:15 - 10:20 Uhr

Alle Wetter!

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

11:11 - 11:15 Uhr

Wort zum Samstag

11:00 - 16:00 Uhr

DOMRADIO Der Samstag

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Programmtipps

  • Matthäusevangelium
    21.07.2018 07:50
    Evangelium

    Mt 12,14–21

  • Papst Clemens XIV.
    21.07.2018 09:20
    Anno Domini

    Aufhebung des Jesuitenordens

  • Walnüsse am Baum
    22.07.2018 00:00
    Alle Wetter!

    4. Juli-Woche: Sankt-Jakobs-We...

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Empfangsanleitung zum Ausdrucken

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag ab 8 Uhr!

Gemeinsam für das Mehr im Menschen

Berufungspastoral im Erzbistum Köln: Dein Platz in Kirche und Welt.

Das ganze Leben

Hilfsangebote der Kirche im Erzbistum Köln.

Der tägliche Impuls von Weihbischof Puff

Weihbischof Schwaderlapp beantwortet Glaubensfragen